Gewitter Hitze endet mit Unwettern und Hagel

Der Mittwoch trumpfte zuerst mit viel Sonnenschein und Hitze auf. In der Folge entluden sich einige unwetterartige Gewitter, die starken Regen, Hagel und orkanartige Böen verursachten.

Uferpromenade mit aufgepeitschtem See, Gischt weht an Land und überall liegen umgestürzte Stühle.

Bildlegende: Sturmböen Das Gewitter über der Zentralschweiz brachte schwere Sturmböen, wie hier bei Zug. Marco Dick

Das erste starke Gewitter traf das Berner Oberland. In Adelboden gingen innerhalb von weniger als 30 Minuten 47 Millimeter Regen nieder. Die Stundensumme betrug rund 52 Millimeter.

Gegen Abend zog das schwere Gewitter weiter Richtung Brünig und in die Zentralschweiz. Auf der Vorderseite des Gewitters kamen heftige Windböen auf. In der Stadt Luzern wurden 111 km/h gemessen. Dies entspricht dem zweithöchsten Wert in einem Juli seit Messbeginn. Auch aus der Region Zug sowie aus der Linthebene und dem nahen Mittelland wurden heftige Sturmböen gemeldet.

Orkanböen und sinthflutartiger Regen bildeten klar die Hauptgefahren der vergangenen Gewitter. Doch es gingen auch zahlreiche Hagelmeldungen ein. Vor allem im Berner Oberland sowie in den zentralen und östlichen Voralpen fielen Hagelkörner von zwei bis vier Zentimenter vom Himmel.

Fast 34 Grad

Zuvor herrschte an vielen Orten der Schweiz grosse Hitze, mit Temperaturen von deutlich mehr als 30 Grad. Der Tageshöchstwert wurde in Sitten mit 33,9 Grad schon vor zwei Uhr am Nachmittag gemessen. Ähnlich heiss wurde es in Basel mit 33,4 Grad, in Döttingen mit 33,6 Grad und in Chur mit 33,8 Grad.