Kräftige Bora

Ein Tiefdruckgebiet brachte am Balkan viel Regen, Sturm und Schnee. Der Sturm war besonders entlang der kroatischen Küste heftig.

Die Bora brachte Windböen von über 150 km/h. Am stärksten war der Sturm auf der Insel Krk. Hier wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometer pro Stunde gemeldet. Die Küstenbereiche wurden schwer verwüstet.

Ein Mann versucht trotz Sturm am Uferweg vorwärts zu kommen.

Bildlegende: Die Bora An der kroatischen Küste tobte die Bora. Windböen von über 150 km/h waren keine Seltenheit. Reuters

Wie entsteht die Bora?

Die Bora ist ein trockener, kalter Fallwind. Das Küstengebirge Velebit schirmt die Küste vom höher gelegenen Hinterland ab. Staut sich im Hinterland kalte und schwere Luft kann diese Luftmasse plötzlich über die Gebirgskette überschwappen und in Richtung Meer (Adria) hinunterstürzen. Ein stürmischer Fallwind ist die Folge. Liegt zudem über dem Mittelmeer ein Tiefdruckgebiet, beschleunigt der Fallwind noch mehr.

Genau diese Bedingungen herrschten in den vergangenen Tagen. Darum tobte die Bora besonders heftig.