Ohne WMO kein SRF Meteo

23. März - die WMO hat Geburtstag. Grund genug Zielsetzung und Geschichte der Weltorganisation für Meteorologie zu beleuchten.

Für die Meteorologen von SRF Meteo ist der 23. März ein ganz spezieller Tag. Die WMO hat Geburtstag. Wir feiern den Welttag der Meteorologie.

WMO Gebäude aus viel Glas - modern.

Bildlegende: WMO Gebäude Die WMO hat ihr Sitz in Genf. WMO

Die WMO (World Meteorological Organization) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UNO) und beinhaltet aktuell 191 Mitglieder - 185 Staaten und 6 Territorien. Die Schweiz gehört auch dazu.

Zielsetzung der WMO

  • Weltweite Förderung und Kooperation vom Netzwerk der Messstationen für meteorologische, hydrologische und andere geophysikalische Beobachtungen.
  • Einrichten und erhalten von Systemen zum schnellen Austausch meteorologischer Daten.
  • Standardisierung von meteorologischen Beobachtungen fördern und eine einheitliche Veröffentlichung von Beobachtungen und Statistiken sichern.
  • Förderprogramme - die Anwendung der Meteorologie in Lufftfahrt, Schifffahrt, Wasserproblemstellungen und Landwirtschaft vorantreiben.
  • Die enge Kooperation zwischen meteorologischen und hydrologischen Diensten vorantreiben.
  • Forschung und Ausbildung in der Meteorologie stärken.
WMO Logo. Blauer Kranz um die vereinten Nationen

Bildlegende: World Meteorolgical Organization WMO WMO

Antrieb der WMO ist die Sicherheit und das Wohlergehen der Menschen in aller Welt zu fördern. Zudem hat auch der wirtschaftliche Nutzen eine wichtige Rolle. Ziel zum Erfolg soll die Bereitstellung weltweiter Fachkompetenz sein. Deswegen macht sie sich für die internationale Kooperation in den Bereichen Wetter, Klima, Hydrologie und Wasserressourcen stark.

Geschichte

  • Am 23. März 1950 wurde sie gegründet und hat ihren Sitz in Genf. Sie löste die Internationalen Meteorologieorganisation von 1873 ab.
  • Seit 1951 ist die WMO die Fachorganisation der UNO (Vereinte Nationen) bei Fragen zum Thema Wetter, Klima und unter anderem Hydrologie.
  • 1979 veranstaltete die WMO in Genf die erste Klimakonferenz überhaupt.

Seit dem ist die WMO in etliche wissenschaftliche und technische Programme involviert, welche zur Aufgabe haben den Planet Erde mehr und mehr zu verstehen.

Ohne WMO gäbe es kein SRF Meteo

Eines der wichtigsten Programme ist das World Weather Watch Programme (WWWP). Dieses Programm beinhaltet das so wichtige Globale Beobachtungssystem für uns SRF Meteo Meteorologen. Dank diesem System sind überhaupt Numerische Wettervorhersagen möglich.

Wetterstationen, Flugzeuge, Schiffe, Satelliten, die alle Wetterdaten sammeln für den Anfangszustand der Atmosphäre.

Bildlegende: Globales Beobachtungssystem Im 6 Std. Rhythmus werden global Wetterdaten gesammelt um den aktuellen Zustand der Atmosphäre zu definieren. WMO

Das Globale Beobachtungssystem beinhaltet mehr als 10'000 Wetterstationen an Land, knapp 7'000 Schiffe, welche auf den Meeren unterwegs sind, ca. 7000 driftende sowie verankerte Bojen, etwa 600 Radiosondierungen (Wetterballone) und ca. 60'000 Flugzeuge, welche alle zusammenim im 6 Stunden Rhythmus (6/12/18/24 UTC) Wetterdaten den grossen Wetterzentren senden. Zudem kommen Satelliten-, Radar und Blitzdaten hinzu. Auf Grund dieser globalen Wetterdatensammlung kann man den Anfangszustand der Atmosphäre abschätzen. Diese Startatmosphäre dient nun den Wettermodellen, anhand von mathematischen Gleichungen, den Zusand der Atmosphere in die Zukunft zu rechnen - eine Wettervorhersage entsteht.