Quellwolken in Bewegung

Sie hängen fast regungslos am Himmel, die Quellwolken. Im Zeitraffervideo zeigen sie aber ihr wahres, sehr dynamisches Gesicht.

Video «Quellwolken Zeitraffer vom 7.6.2015» abspielen

Zeitraffer von Tsing Dschen am 7.Juni. Dietikon, Blick Nordwest.

2:03 min, vom 9.6.2015

Besten Dank an Tsing Dschen für das tolle Video. Haben auch Sie tolle Videos von Wetterphänomenen? Sie können Sie hier hoch laden:

www.srf.ch/meteo/srf-augenzeuge

Auf der Meteo App funktioniert das Video leider nicht, Sie können es aber hier betrachen: m.srf.ch/meteo/meteo-news/quellwolken-in-bewegung

Wie entstehen Quellwolken?

Wolkentürme über einer Krete.

Bildlegende: Cumulus mediocris sind etwas grössere Quellwolken. Simon Starkl

Die Sonne kann am Vormittag kräftig einheizen. Dabei bilden sich Blasen mit warmer Luft. Diese steigen auf. Aufsteigende Luft kühlt sich aber auch wieder ab. In warmer Luft ist mehr Platz für Wasserdampf als in kalter. Irgendwann hat es im aufsteigenden Luftpaket nicht mehr genug Platz für allen Wasserdampf. Ein Teil davon kondensiert aus: Das Ergebnis ist eine Wolke. Cumulus humilis sind die ersten kleinen Quellwolken.

Berge im Vordergrund, hinten eine mächtige Quellwolke.

Bildlegende: Cumulus congestus türmen sich weit in den Himmel hinauf. Karl Heinz Hack

Die Warmluftblasen steigen weiter auf. Damit türmen sich die Wolken immer höher in den Himmel. Mittelgrosse Quellwolken sind in der Meteorologie als Cumulus mediocris bekannt. Grosse Cumulus congestus haben bereits eine Mächtigkeit von mehreren Tausend Metern. Sie werden oft auch Blumenkohlwolke genannt. Obwohl die Quellwolken schon bedrohlich scheinen, sind sie noch nicht zur Regen- oder Gewitterzelle angewachsen.

Die riesigen Quellwolken können sich als Regenzellen oder Gewitter entladen. Eine Gewitterwolke ist in der Meteorologie ein Cumulonimbus calvus. Der Niederschlag fällt meist in Form von Regen.