Saisonprognose

Nicht nur der Böögg scheitert an einer für die Freizeit- und Ferienplanung hilfreichen Prognose für den Sommer.

Die Aussagekraft des "Bööggs" für die künftige Wetterentwicklung ist gleich null. Da stellt sich natürlich die Frage, ob es eine wissenschaftlich fundierte Möglichkeit gibt, eine Saisonprognose zu machen.

Ein Graphik zeigt drei gleich hohe Balken.

Bildlegende: Die Prognose für Mai bis Juli 2015 zeigt keinen Trend. Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie

Kein Signal für Mai bis Juli 2015

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, MeteoSchweiz erstellt eine sogenannte Saisonprognose. Die aktuellste Prognose betrifft die Monate Mai bis Juli 2015. Diese Prognose lässt keinerlei Rückschlüsse zu, ob es im Vorhersagezeitraum eher wärmer oder kühler als im langjährigen Mittel wird.

Normale Wettermodelle

Für diese Prognose berechnen normale Wettermodelle den Wetterablauf nicht nur für die nächsten 10 bis 14 Tage, sondern gleich für mehrere Monate. Da die Atmosphäre aber chaotisch ist, bringen kleine, unberechenbare Störungen die Modelle spätestens nach rund 10 Tagen durcheinander. Daher werden die Modelle mehrmals laufen gelassen. Aus dem Mittelwert aller Modellläufe kann dann ein Trend abgeschätzt werden: wird es eher kühler, normal, oder wärmer als im langjährigen Mittel?

Ozean entscheidend

Für den Wetterablauf der kommenden Monate ist der Zustand der Ozeane entscheidend. Wichtige Faktoren sind auch die Schneebedeckung über den Kontinenten und die Bodenfeuchte.

Nicht sehr zuverlässig für die Schweiz

Für die Schweiz kann, wie im aktuellen Fall, sehr oft kein eindeutiger Trend ausgemacht werden. Am zuverlässigsten sind solche Vorhersagen für die tropischen Regionen und die Gebiete, welche vom Klimaphänomen "El Niño" betroffen sind.

Die aktuellste Saisonprognose finden Sie unter: www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/zukunft/saisonausblick.html

Quelle: MeteoSchweiz