Schadensgewitter Starkregen im Tessin und in Graubünden

Der Sommer 2017 ist gekennzeichnet durch hohe Temperaturen, aber auch immer wieder durch heftige Gewitter. Am Samstagabend tobten Gewitter vor allem über dem Tessin und in Graubünden. Im Bergell und am Flüelapass wurden Strassenabschnitte unterbrochen.

Nach einer kühleren Woche kehrte am Samstag der Sommer in die Schweiz zurück. In Genf und im Tessin stiegen die Temperaturen zum Teil bis auf 29 Grad. Generell war es sehr warm. Gleichzeitig blieben aber auch die negativen Seiten des Sommers nicht aus. Am Abend kam es wieder zu kräftigen Gewittern. In Lugano fielen innert kürzester Zeit 34 Millimeter Regen. Dies war zu viel für das Super League Spiel zwischen Lugano und St Gallen. Es musste abgebrochen werden. Auch sonst gab es im südlichen Tessin grosse Regenmengen. In Stabio bei Chiasso wurden 27,5 Millimeter Regen gemessen.

Starkregen beeinträchtig Strassenverkehr

Heftige Gewitter gab es auch im Kanton Graubünden. Vor allem am Flüela schüttete es wie aus Kübeln. Ein Erdrutsch führte zu einer Sperrung der Passstrasse. In Susch, auf der Engadiner Seite des Passes, wurde eine Regenmenge von 36,2 Millimetern gemessen. Ebenfalls zu Verkehrsbehinderungen nach Gewittern kam es im Bergell. In Vicosoprano wurden 22,6 Millimeter Regen verzeichnet. Auf Grund der Schäden muss davon ausgegangen werden, dass zum Teil noch deutlich grössere Regenmengen niedergingen.

Regenbogen über dem wolkenverhangenen Andermatt

Bildlegende: Gewitter Gewitter, inklusive Regenbogen, gab es am Samstag auch in Andermatt. Mit 5 Millimetern blieb die Regenmenge aber besc... Ruth Arnold

Auch in den kommenden Tagen sind Schadensgewitter möglich

In den kommenden Tagen bleibt die Wetterlage explosiv. Es sind wahrscheinlich bis am Ende der Woche immer wieder heftige Gewitter möglich. Schon heute Sonntag könnte es wieder starke Gewitter geben, dies zunächst über den Alpen und im Süden. Gegen Abend und in der Nacht zum Montag dürften sich aber auch über dem nördlichen Flachland Gewitter entladen, dies beim Durchzug einer Kaltfront. Da es von Montag bis mindestens Donnerstag sehr heiss bleibt, können sich auch immer wieder Hitzegewitter entladen, sporadisch können sie auch durch Störungslinien verstärkt werden.