Tornados über dem Bárðarbunga

Die Lava des aktiven, isländischen Vulkans Bárðarbunga bringt die Luft an der Erdoberfläche zum Kochen. Steigt die heisse Luft auf, bildet sich eine Art Tornado.

Über dem Vulkan steigt ein Wolkenschlauch auf, der am Himmel in einer Wolkendecke mündet. Ein kleiner Tornado entsteht.

Bildlegende: Wolkenformen über dem aktiven isländischen Vulkan Bárðarbunga. Philippe Gyarmati

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Wirbel über Bárðarbunga von Philippe Gyarmati

0:46 min, vom 2.10.2014

Über 1000 Grad heiss ist die Lava, die aus dem isländischen Vulkan Bárðarbunga austritt. Die enorme Hitze wird auf die Luft rund um den Vulkan übertragen. Da die Temperatur in der Höhe markant abnimmt, spricht man von superlabiler Luftschichtung. Bei einer labilen Schichtung kann die Luft ungehindert vom Boden in die Höhe steigen. Je grösser der Temperaturunterschied zwischen Boden und höheren Luftschichten, desto schneller steigt die heisse Luft auf.

Ein rascher Aufstieg der Luft in Kombination mit schwachem Bodenwind kann zu einer Rotationsbewegung führen. Durch die Rotation entweicht Luft besonders schnell und effizient in die Höhe. Eine Art schwacher Tornado entsteht.

Sobald die Luft rotiert und aufsteigt, entsteht am Boden ein lokales Tiefdruckgebiet. Das Tief saugt Luft aus der Umgebung an, ein spürbarer Wind in Richtung des Vulkans stellt sich ein. Der Wind zum Vulkan hin verstärkt die Rotation weiter.