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Tropensturm zieht nach Europa Ex-Ophelia tobt über Irland

Hurrikan Ophelia hat sich in einen aussertropischen Sturm umgewandelt und hat am Montag Irland erreicht. Der Irische Wetterdienst rechnete mit einem mittleren Wind von 80 km/h und Orkanböen. Der Sturm wurde zudem von Starkregen und Sturmfluten begleitet.

Küste mit hoher Welle.
Legende: Vor allem an der Irischen Südküste muss mit Sturmfluten gerechnet werden. Reuters (Archivbild)

Das Wichtigste in Kürze

  • Auf Fastnest Rock, einem Felsen im Meer vor der Küste Irlands wurden Windböen von 191 km/h gemessen.
  • In Roches Point, im Süden Irlands wurden Böenspitzen von 156 km/h gemessen
  • Der Windrekord auf Land in Irland beträgt 182 km/h. Gemessen wurde diese Windgeschwindigkeit im Zusammenhang mit Ex-Hurrikan Debbie 1961.
  • Ex-Ophelia sorgte für umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer.
  • Das Dach vom Cork City Fussballstadion ist wegen des Windes eingebrochen.

Der Irische Wetterdienst warnte vor stürmischem Wind mit Orkanböen von 120 bis 150 km/h. Die Rede war von Verletzungs- und sogar Lebensgefahr, unter anderem durch herumfliegende Gegenstände. Zudem wurde mit massiven Verkehrsbehinderungen und Stromunterbrüchen gerechnet.

Der Sturm wütete am Morgen im Südwesten und Süden der Insel, am Nachmittag im Osten und in Nordirland.

Ophelia ist ein aussergewöhnlicher Sturm

Nur sehr selten kann ein Hurrikan Richtung Europa ziehen. Normalerweise wandern tropische Wirbelstürme weiter nach Westen in die Karibik. Das aktuell schwache Azorenhoch machte Ophelias Weg zu uns möglich. Dabei erreichte sie Kategorie 3 auf der 5-Stufigen Skala. Einen so starken Hurrikan im östlichen Atlantik gab es noch nie. Ophelia zog am Sonntag vor der Küste von Portugal weiter nach Norden. Dabei wandelte sie sich in einen extratropischen Sturm um.

Wie entwickelt sich der Sturm weiter?

Bereits in der Nacht zieht Ophelia über Schottland. Der Sturm liegt am Dienstag über der Nordsee und schwächt sich schnell ab.

Wellenreiter unterwegs in rauher, brauner See.
Legende: Am Sonntag zog es mutige Wellenreiter an Irlands Küste. Reuters