Verbreitet Bodenfrost, lokal -5 Grad

Die Zeit der Eisheiligen beginnt erst am Freitag, doch schon heute gab es Frost. In weiten Teilen des Mittellandes und in den Voralpentälern gab es heute Bodenfrost. In Ebnat Kappel wurden -5,2 Grad gemessen. Stellenweise gab es sogar Hüttenfrost, so beispielsweise auch am Hallwilersee!

Blick über das nächtliche Bern

Bildlegende: Klare Nacht Meist war der Himmel in der Nacht klar, wie hier in Bern. Werner Zwahlen

Nach einer klaren Nacht sackten die Temperaturen heute (Mittwoch-)Morgen in den Keller. Fast im ganzen Mittelland gab es Bodenfrost. Im Norden der Stadt Zürich wurden 5 Zentimeter über der Bodenoberfläche -3,4 Grad gemessen, in Bern waren es -2,9 Grad. Noch tiefer sanken die Temperaturen in den Voralpentälern ab. In Ebnat Kappel wurden 5 Zentimeter über Grund sogar -5,2 Grad gemessen. Im Oberengadin lag die Bodentemperatur sogar bei -9,1 Grad, dies in Samedan. Dort sind solche Temperaturen zu dieser Jahreszeit aber nicht aussergewöhnlich.

Am Hallwilersee Hüttenfrost

Flache Nebelfelder ziehen dem Pilatus entlang.

Bildlegende: Nebelschwaden In der klaren Nacht bildete sich stellenweise auch Nebel, beispielsweise am Pilatus. Georgette Baumgartner-Krieg

Standardmässig wird in der Meteorologie auf 2 Meter über dem Boden die Temperatur gemessen. Gehen dort die Temperaturen unter den Gefrierpunkt zurück, spricht man von Hüttenfrost. Solchen Hüttenfrost gab es heute Morgen beispielsweise am Hallwilersee. In Mosen wurden –0,5 Grad gemessen. Hüttenfrost ist vor allem für höher wachsende Pflanzen gefährlich. Hüttenforst wurde aber nicht nur in Mosen gemessen. Auch in vielen Juratälern sank die Temperatur unter den Gefrierpunkt. Minustemperaturen gab es aber beispielsweise auch in Schüpfheim mit -1,0 Grad oder in Frutigen mit -0,2 Grad.

Es geht auch anders

Im Tessin hatte es in der Nacht hingegen Wolken, und so lagen die Tiefstwerte verbreitet bei 12 Grad. Tagsüber steigen dort die Temperaturen auf 17 Grad, während es im Norden heute verbreitet 20 Grad gibt. In den Alpentälern kommt in der zweiten Tageshälfte Föhn auf, und es sind bis 22 Grad möglich.

Letzter Bodenfrost des Jahres?

Heute stellt sich die Wetterlage um. In den kommenden Tagen erreicht uns warme Luft aus Südwesten, und so werden die Eisheiligen, die am Freitag beginnen, eine milde Sache. In den kommenden Tagen liegen die Tiefsttemperaturen meist bei 10 Grad. Theoretisch ist Bodenfrost sogar noch anfangs Juni möglich, auf Grund der kommenden Witterung könnte es heute aber der letzte Bodenfrost der Saison im Mittelland gewesen sein.