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Meteostory 22. Mai 2020
Aus Meteostory vom 22.05.2020.
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Atlantische Hurrikansaison Überdurchschnittlich viele tropische Wirbelstürme erwartet

Die atlantische Hurrikansaison dauert üblicherweise vom 1. Juni bis zum 30. November. Gemäss einer aktuellen Studie des amerikanischen Zentrums für Klimaforschung, Link öffnet in einem neuen Fenster (NOAA's Climate Prediction Center) besteht zu 60 % die Möglichkeit für eine überdurchschnittliche Aktivität der tropischen Wirbelstürme im Atlantik.

Hurrikan aus dem Weltraum betrachtet.
Legende: Hurrikan "Danny" aus Sicht der Internationalen Raumstation ISS (August 2015). Reuters

Vorausgesagt werden für dieses Jahr 13 bis 19 tropische Wirbelstürme, die einen Namen bekommen (Windstärke ab 63 km/h). Davon sollen 6 bis 10 die Hurrikanstufe erreichen (Windstärke ab 119 km/h) und 3 bis 6 zu verheerenden Hurrikanen entwickeln (Windstärke ab 179 km/h). Im Mittel werden pro Jahr 12 Wirbelstürme so stark, dass sie benannt werden, und 6 erreichen mindestens die unterste Hurrikanstufe.

Diagramm der Hurrikan-Prognose für dieses Jahr
Legende: Ausblick auf die atlantische Hurrikansaison 2020 Von den zu erwartenden Wirbelstürmen könnten 13 bis 19 einen Namen erhalten. Davon könnten sich 6 bis 10 zu ausgewachsenen Hurrikanen entwickeln, wovon 3 bis 6 zu sehr starken werden. NOAA

Verstärkende Faktoren

Gemäss der Studie unterstützen verschiedene Faktoren die überdurchschnittliche Aktivität. Einer davon ist der pazifische El-Niño Zustand, der die Hurrikan-Aktivität unterdrücken würde. Dieser ist in diesem Jahr neutral oder eher in umgekehrter Situation (La Niña) vorhanden. Ein anderer verstärkender Faktor sind die überdurchschnittlich warmen Wassertemperaturen im tropischen Atlantik und in der Karibik. Dazu soll auch das vorherrschende Windfeld für die Wirbelstürme förderlich sein. Ähnliche Bedingungen haben bereits in der Vergangenheit zu einer erhöhten Aktivität geführt.

Wasseroberflächentemperaturen Zentralatlantik und Karibik.
Legende: Abweichungen der Wasseroberflächen-Temperaturen Meist überdurchschnittliche Oberflächentemperaturen im zentralen Atlantik und in der Karibik (im Vergleich zur Norm 1971-2000) führten bereits in der Vergangenheit zu einer erhöhten Hurrikanaktivität. Climate Prediction Center (NCEP/NOAA) , Link öffnet in einem neuen Fenster

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