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Zweites Adventswochenende Ruhe vor dem Sturm

Das zweite Adventswochenende war schon fast frühlingshaft mit Temperaturen vielerorts im zweistelligen Plusbereich. Am Sonntagnachmittag wurde der Südwestwind vor allem in der Höhe immer stürmischer. In der kommenden Woche geht es wiederholt mit heftigem Sturm weiter.

Trotz vieler Wolken ist ein schönes Abendrot über dem Thunersee zu sehen.
Legende: Farbenpracht im Advent Am Samstagabend tauchten der Thunersee und der Niesen in rötliches Licht ein. Nicole Glanzmann

In der vergangenen Woche lagen die Temperaturen unter dem Nebel meist um den Gefrierpunkt. Da war das zweite Adventswochenende schon fast eine Wohltat. Im Flachland stiegen die Höchstwerte, sowohl am Samstag als auch am Sonntag, verbreitet in den zweistelligen Bereich. Am wärmsten wurde es am Sonntag mit Südwestföhn in Basel. Dort zeigte das Thermometer einen Höchstwert von 13,2 Grad. Am Samstag wurde der Tageshöchstwert in Genf mit 12,6 Grad gemessen.

Ein Regenbogen über Sursee.
Legende: Regenbogenwetter Am Samstagmittag sorgte das veränderliche Westwindwetter für den einen oder anderen Regenbogen, so auch in Sursee. Marc Kaufmann

Nur zeitweise Sonnenschein

Während des ganzen Wochenendes wechselten sich sonnige Phasen und dichtere Wolken ab. In der Regel überwog aber das Wolkengrau, vor allem am Nordrand der Schweiz. Dort fiel am Samstag auch von Zeit zu Zeit wenig Regen. Im Süden war man weiter von den Störungen entfernt, und entsprechend gab es mehr Sonnenschein. Schon am Samstag waren es beispielsweise in Chiasso mehr als 7 Sonnenstunden, und auch am Sonntag wurden stellenweise wieder 7 Sonnenstunden verzeichnet.

Blick vom Grenchenberg auf dünne Nebelfelder am Jurasüdfuss. Die Lichter sind durchscheinend.
Legende: Morgenrot vom Jura aus Am Sonntagmorgen gab es auf dem Grenchenberg eine perfekte Fernsicht mit Morgenrot und Nebelfeldern am Jurasüdfuss. Thomas Mosimann

Örtlich Orkanböen

Schon am Sonntagnachmittag frischte der Wind vor allem auf den Jurahöhen und auf den Gipfeln der Voralpen auf. In der Nacht auf Montag und am Montag werden in höheren Lagen Böenspitzen um 130 Kilometer pro Stunde erwartet. Im Flachland dürften die Maximalböen zwischen 60 und 90 Kilometern pro Stunde liegen. Am Montagabend muss in den nördlichen Alpentälern mit heftigen Böen gerechnet werden, und in der Nacht zum Dienstag und am Dienstagvormittag gibt es im Süden heftigen Nordföhn. Nach einer Wetterberuhigung zur Wochenmittag sieht es ab Donnerstagabend wieder nach schwerem Sturm aus. Der dürfte uns bis mindestens am Samstag erhalten bleiben und wahrscheinlich noch heftiger ausfallen als der Sturm vom Montag.

Von Frau Holle geküsst

Mit dem stürmischen Westwindwetter fällt auch immer wieder Regen und Schnee. Bis am Montagabend sinkt die Schneefallgrenze auf etwa 700 Meter, am Dienstagmorgen fällt besonders in den nördlichen Alpentälern Schnee teilweise bis in tiefe Lagen. Bis Dienstagmorgen dürfte es oberhalb von 1500 Metern 20 bis 50 Zentimeter Neuschnee geben. Auch am Donnerstag könnte zeitweise Schnee bis in tiefe Lagen fallen. Am kommenden Wochenende wird es aber voraussichtlich wieder frühlingshaft mit Temperaturen um 10 Grad. Wahrscheinlich stattet Frau Holle am Freitag auch der Alpensüdseite einen winterlichen Höflichkeitsbesuch ab.