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Die Ergebnisse der SRG-Umfrage zu den Abstimmungen vom 28. November
Aus Tagesschau vom 17.11.2021.
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2. SRG-Umfrage Ja-Mehrheiten bei der Pflege-Initiative und beim Covid-Gesetz

Wäre bereits am 7. November abgestimmt worden, wären die Pflege-Initiative und die Änderung des Covid-19-Gesetzes angenommen, während die Justiz-Initiative abgelehnt worden wäre.

Am 28. November entscheidet das Stimmvolk über drei eidgenössische Vorlagen. Das sind die Hauptergebnisse der ersten SRG-Umfrage des Forschungsinstituts gfs.bern im Auftrag der SRG SSR.

Bei beiden Initiativen kam es während des Abstimmungskampfes zu einer Polarisierung der Meinungsbildung zu einem Nein hin. Im Falle der Justiz-Initiative zeichnet sich ein handfester Nein-Trend ab, bei der Pflege-Initiative minderte dieser Trend die hohe Zustimmung lediglich. Die Stimmabsichten zum Covid-Gesetz sind stabil.

Ja-Vorsprung konnte beim Covid-Gesetz beibehalten werden

Trotz stabilen Meinungen könnte es zu einer weiteren Polarisierung kommen. Beim Blick auf die parteipolitischen Stimmabsichten zeigt sich eine noch stärkere Akzentuierung. Vom linken politischen Pol bis hin zur FDP ist die Zustimmung zu den Änderungen am Covid-Gesetz solid und über den Abstimmungskampf angestiegen. Ganz anders bei SVP-affinen Teilnahmewilligen, wo die Ablehnung weiter angestiegen ist und sich nun dezidiert präsentiert. 

Bei der Pflege-Initiative holt das Nein auf – doch der Ja-Anteil ist gross

Wäre Anfangs November über die Initiative entschieden worden, wäre sie zu zwei Dritteln angenommen worden. Im Vergleich zur ersten SRG-Umfrage verlor die Ja-Seite innerhalb Monatsfrist 11 Prozentpunkte und die Nein-Seite gewann 12 Prozentpunkte. Damit ist das ein üblicher Trend für Initiativen. Allerdings: Die Ja-Seite bleibt gross, sofern es nicht zu ausserordentlichen Ereignissen kommt. Neu ist die FDP-Wählerschaft gegen die Pflege-Initiative und bildet somit die Ausnahme innerhalb aller befragten Gruppen.

Deutlicher Nein-Trend führt wohl zu Schiffbruch bei der Justiz-Initiative

Die Erwartungshaltung der teilnehmenden Befragten hat sich bei der Justiz-Initiative kaum verändert. Zwei Drittel erwarten eine Ablehnung. Vor einem Monat stellte das Forschungsinstitut gfs.bern bei den untersuchten Gruppen noch eine Pattsituation fest. Nun sind die meisten untersuchten Untergruppen im Nein. Parteipolitisch bleibt es bei der Zustimmung bei den Grünen. Weiter rechts steigt der Nein-Anteil.

Datenerhebung und Stichprobengrösse

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Datenerhebung und Stichprobengrösse

Die Umfrage ist im Auftrag der SRG SSR vom Forschungsinstitut gfs.bern zwischen dem 3. und 11. November 2021 durchgeführt worden. Insgesamt wurden die Antworten von 23’997 Stimmberechtigten für die Auswertung berücksichtigt.

Telefonisch befragt wurden 1215 stimmberechtigte Personen mit Wohnsitz in der Schweiz. Die Interviews wurden per Festnetz und Handy durchgeführt.

Diese Stichprobe ist sprachregional gewichtet und repräsentativ für die Schweizer Stimmberechtigten. Der statistische Fehler beträgt ± 2.8 Prozentpunkte. Bei 1215 Befragten und einem Ergebnis von 50 Prozent liegt der effektive Wert mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit zwischen 47.2 und 52.8 Prozent. Dabei sind kleinere Abweichungen wahrscheinlicher, grössere unwahrscheinlicher.

Online-Befragung

Zusätzlich wurden mehrere Tausend Personen online befragt. Nach der Bereinigung und Kontrolle der Daten konnten die Angaben von 22’782 Stimmberechtigten für die Auswertung verwendet werden. Die Online-Befragung wurde über die Webportale der SRG-Medien realisiert als sogenanntes Opt-in (Mitmachbefragung).

Diese Online-Stichprobenzusammenstellung erfolgte nicht zufällig und die resultierende Stichprobe ist nicht repräsentativ. Es haben beispielsweise weniger ältere Personen als jüngere an der Online-Umfrage teilgenommen und mehr Männer als Frauen.

Deshalb hat das Institut gfs.bern die Antworten gewichtet: Den Verzerrungen in der Stichprobe wurde mittels statistischer Gewichtungsverfahren entgegengewirkt und so die Repräsentativität optimiert.

Die Aufteilung der Befragten insgesamt auf die Sprachregionen ist wie folgt: 20’014 Personen in der Deutschschweiz, 3’374 in der Romandie und 609 in der italienischsprachigen Schweiz.

Wie wird gefragt?

Die befragten Stimmberechtigten hatten jeweils fünf Antwortmöglichkeiten zur Verfügung: «bestimmt dafür», «eher dafür», «weiss nicht/keine Antwort», «bestimmt dagegen» und «eher dagegen».

Für eine vereinfachte Darstellung im Artikel wurden in den meisten Fällen die Antworten «bestimmt dafür» und «eher dafür» zusammengezählt – entsprechend wurde auch mit den Antworten «bestimmt dagegen» und «eher dagegen» verfahren.

Konkret wurde etwa gefragt: «Ganz unabhängig davon, wie sicher Sie sind, dass Sie an dieser Volksabstimmung teilnehmen werden: Wenn morgen schon über die Vorlage abgestimmt würde, wären Sie dann bestimmt dafür, eher dafür, eher dagegen oder bestimmt dagegen?»

Umfragen sind Momentaufnahmen

Das Forschungsinstitut gfs.bern hat zwei Umfragen zur Abstimmung vom 28. November 2021 durchgeführt. Die Autoren der Studie betonen, die Ergebnisse seien kein vorweg genommenes Abstimmungsergebnis, sondern eine Momentaufnahme zur Zeit der Befragung. Allerdings sind bei mindestens zwei Befragungen Aussagen über Trends möglich.

Detaillierte Informationen zur Befragungsart und den Interpretationen der Ergebnisse finden Sie auf der Website des Institutes gfs.bern.

Abstimmungsdossier

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Legende: SRF

News und Hintergrund zu den Abstimmungen und Wahlen vom 28. November 2021.

SRF4 News, 17.11.2021, 06:00 Uhr;

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70 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Guten Abend liebe Community. Wir schliessen die Kommentarspalte an dieser Stelle und freuen uns, wenn Sie auch morgen wieder dabei sind. Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Abend. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von kurt trionfini  (kt)
    Korrektur zu meinem untenstehenden Kommentar:
    Liefern statt Lügen = Liefern statt Halbwahrheiten; Tunnelblick und Panikmache.
  • Kommentar von kurt trionfini  (kt)
    Den für mich eindrücklichsten Corona- Kommentar las ich bei Beginn der Pandemie:
    "Diese Pandemie wird das Spreu vom Weizen trennen".
    Das überforderte Spreu erkenne ich am schrillen und anklagenden: "ICH... Bin gegen Alles!".
    Den Weizen erkenne ich am stillen und gefassten "Ich kann damit umgehen und meinen Teil zur Lösung beitragen".
    Meistern statt meckern; Liefern statt Lügen.