Zum Inhalt springen
Inhalt

International 3000 Flüchtlinge an einem Tag gerettet

Mit den wärmer werdenden Temperaturen wagen auch wieder mehr Flüchtlinge die Bootsfahrt über das Mittelmeer nach Europa. Die Hilfskräfte sind im Dauereinsatz und haben seit Beginn der Woche über 5000 Menschen gerettet.

Flüchtlingsboot
Legende: Seit Anfang Woche wurden über 5600 Flüchtlinge auf dem Mittelmeer aufgegriffen. Reuters

Internationale Rettungskräfte haben am Dienstag erneut etwa 3000 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet. Schiffe der italienischen Küstenwache, der Militäroperation «EUNAVFOR MED» und einer Hilfsorganisation leisteten insgesamt 23 Einsätze.
Die Flüchtlinge waren in Booten aus Nordafrika in Richtung Italien unterwegs, wie die Küstenwache am Abend mitteilte. Die Zahl der seit Montag geretteten Flüchtlinge sei damit auf 5600 gestiegen, hiess es. Vor allem im Frühling und Sommer wagen zahlreiche Menschen in teilweise seeuntüchtigen Schlauchbooten die gefährliche Überfahrt.

Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen ist der Weg über das Meer zwischen Libyen und Italien inzwischen die Hauptroute für Asylsuchende auf dem Weg nach Europa. In diesem Jahr sind bereits 1370 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. Das sind fast 25 Prozent weniger Tote als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

24 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Weil es sich von den anderen EU-Staaten im Stich gelassen fühlte, hat Italien in der Vergangenheit viele Flüchtlinge untertauchen und Richtung Norden weiterreisen lassen. Doch mittlerweile werden die Ankömmlinge auf Druck von Brüssel hin konsequenter registriert. Wird das kontrolliert? Reisen viele weiter in die Schweiz? Die im Gegenzug versprochene Umsiedlung von Asylbewerbern in andere Mitgliedstaaten kommt jedoch nicht vom Fleck. Die EU hat total versagt und handelt egoistisch.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Die Zahl der Bootsflüchtlinge, die aus Libyen nach Italien kommen, ist seit Jahresbeginn stark gestiegen. Und das Meer lässt sich nicht abriegeln wie der Landweg durch den Balkan. Zudem scheinen die Schlepper auch die Instabilität in Libyen auszunutzen, von wo aus die meisten Flüchtlingsboote in See stechen. Dabei sind auch libysche Milizen an der Schlepperei beteiligt. Die Zunahme des Flüchtlingsstroms übertreffen aber die Erwartungen und es wird den ganzen Sommer hindurch so weiter gehen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    der Dauereinsatz sollte eine Verhinderung der Ausfahrt der Boote sein. Sie wissen genau, dass sie gerettet werden. Dieses unnötige Risiko sollte mit einer Blockade verhindert werden. Es müssen Lager eingerichtet werden, aus denen nur Kriegsflüchtlinge nach Europa gebracht werden. Schon in wenigen Wochen wird es gar keine andere Möglichkeit mehr geben, in wenigen Tagen über 3000 und das den ganzen Somner über ? ?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen