80'000 Tote in Syrien seit 2011

Mehr Menschen als die Stadt St. Gallen oder Luzern als Einwohner zählen, sind dem Bürgerkrieg in Syrien bisher zum Opfer gefallen– innerhalb von nur zwei Jahren. Die Hälfte davon sind Zivilisten.

Zerbombte Häuser in Aleppo

Bildlegende: 2006 erhielt Aleppo als erste Stadt die Bezeichnung Kulturhauptstadt des Islam. Nicht viel ist davon übrig geblieben. Keystone

Der seit März 2011 andauernde Syrienkonflikt hat mehr als 80'000 Menschen das Leben gekostet. Das teilte die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London mit.

Wie die Organisation weiter erklärte, sind unter den Toten rund 35'000 Zivilisten – darunter knapp 4800 Kinder. Ferner seien etwa 13'000 Aufständische getötet worden und rund 17'000 Soldaten des Regimes von Präsident Baschar al-Assad. Von Mitgliedern der regimenahen Milizen seien mehr als 12'000 getötet worden.

Zehntausende Tote – über eine Million auf der Flucht

Zudem sind laut der Organisation 2000 fahnenflüchtige Regimestreitkräfte ums Leben gekommen.

Nebst den Toten hat das Land am Mittelmeer aber noch viele Flüchtlinge und Vertriebene zu beklagen. Die Zahl der Menschen, die seit Kriegsausbruch ihr Heim verloren haben, wird auf über eine Million geschätzt.