Adoboli kämpft um Berufungsprozess

Der verurteilte frühere UBS-Händler Kweku Adoboli hat erneut Berufung gegen das Urteil eingelegt. Ein erster Antrag war im Juni abgelehnt worden. Adoboli hatte mehr als zwei Milliarden Dollar verspekuliert.

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Bildlegende: Neuer Prozess oder sieben Jahre Gefängnis? Adoboli kämpft um seine Freiheit. Keystone

Über Kweku Adobolis Berufungsantrag werden drei Richter in einer Anhörung entscheiden. Sie müssen prüfen, ob der Antrag legitim ist. Laut seinem Anwalt Paul Lennon steht jedem Verurteilten das Recht auf ein erneutes Einreichen der Berufung zu.

Wann genau die Richter zusammenkommen werden, konnte Lennon nicht sagen. Sollte dem Antrag jedoch zugestimmt werden, würde es zu einem Berufungsprozess kommen.

Der inzwischen 33 Jahre alte Adoboli hatte bei der grössten Schweizer Bank in London mittels unerlaubten Spekulationen mit Indexfonds einen Verlust von 2,3 Milliarden Dollar verursacht und war zu einer Gefängnisstrafe von sieben Jahren verurteilt worden.

Vorgesetzte deckten Adoboli

Vor Gericht hatte Adoboli eingeräumt, Risiko-Vorschriften missachtet und mit geheimen Konten gearbeitet zu haben. Zu seiner Verteidigung führte er an, dass er immer das Wohl der Bank im Auge gehabt habe und seine Vorgesetzten die Handlungen stillschweigend geduldet hätten.