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International Ägypten: Anschlag auf Hotel von Wahlbeobachtern – mehrere Tote

Bei zwei Anschlägen auf ein Hotel von Wahlbeobachtern sowie auf Polizeikräfte im Norden des Sinai sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche weitere wurden verletzt.

Bei zwei Attacken auf ein Hotel von Wahlbeobachtern sowie auf Polizeikräfte im Norden des Sinai in Ägypten sind mindestens zehn Menschen gestorben. Unter den Toten sind ein Richter und zwei Polizisten, wie die Armee mitteilte.

Drei bewaffnete Extremisten hätten das Gebäude in der Stadt Al-Arisch am Morgen angegriffen. Sie seien ebenfalls unter den Toten. Mindestens 12 Menschen – darunter auch Zivilisten – seien verletzt worden. Eine weitere Explosion erfasste einen Polizeiwagen nahe der Stadt und tötete weitere vier Sicherheitskräfte, wie eine Sicherheitsquelle sagte.

IS bekennt sich zur Tat

Den Armeeangaben zufolge schafften es zwei der Attentäter in das Hotel, in dem rund 50 Richter untergebracht gewesen sein sollen, die die zweite Phase der Parlamentswahlen in Ägypten überwacht hatten. Ein Angreifer habe in einem der Räume das Feuer eröffnet und dabei einen Richter erschossen, ein anderer sprengte sich demnach in der Küche des Hauses in die Luft.

Die Ägypter hatten am Sonntag und Montag in einer zweiten Abstimmungsrunde ein neues Parlament gewählt. Im Norden des Sinai kommt es immer wieder zu Anschlägen. Die Region ist ein Rückzugsort für Extremisten. Besonders aktiv ist dort auch ein Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Dieser bekannte sich auch zu den jüngsten Anschlägen.

Karte al-Arish/Ägypten

1 Kommentar

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Ägyptens Problem besteht darin, dass sich die Bevölkerung innerhalb einer Generation verdoppelt hat, ohne das die wirtschaftliche Entwicklung Schritt halten konnte. Die Machthaber glänzen durch Korruption und somit steigert sich die Unzufriedenheit immer mehr. In Ägypten sind alle Zutaten für einen furchtbaren Konflikt vorhanden und es ist die grosse Frage, wer diesen Konflikt lösen kann. Viel Zeit bleibt nicht und die ausbleibenden Touristen verschärfen die Lage zusätzlich.
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