Ägypten: Autobombe richtet Massaker an

Ein Auto passiert eine Strassensperre nahe der ägyptischen Stadt Al-Arisch – und explodiert. 10 Soldaten sind sofort tot. Weitere 27 werden zum Teil schwer verletzt. Immer wieder kommt es seit dem Sturz der Muslimbrüder zu Anschlägen im Sinai. Auch IS-sympathisierende Milizen agieren in der Region.

Auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind bei einem Bombenattentat mindestens 27 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen sind Soldaten. Weitere 25 wurden verletzt. Dies sagten Vertreter der Sicherheitskräfte. Die Autobombe explodierte an einer Strassensperre nahe der Stadt Al-Arisch. Es war nicht die erste ihrer Art.

Vergeltung für 1400 Tote

Erst am Sonntag waren sieben Soldaten getötet worden, als südlich von Al-Arisch eine Autobombe explodierte.

Die von vielen Beduinen bewohnte Halbinsel ist seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi immer wieder Schauplatz von Anschlägen. Zu ihnen gehört die Gruppe Ansar Beit al-Makdis. Sie unterstützt seit kurzem die Dschihadisten des IS.

Die Attentäter rechtfertigen ihre Taten als Vergeltung dafür, dass seit Mursis Sturz mehr als 1400 seiner Anhänger getötet und rund 15'000 festgenommen wurden.