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International Ägypten: Nach den Protesten ist vor den Protesten

Die Opposition in Ägypten lässt nicht locker. Nach der ersten Volksabstimmung hat sie weitere Massenkundgebungen angekündigt.

Die Nationale Rettungsfront gab eine Erklärung mit neuen Aufrufen zu Protesten ab. Die Ägypter wurden darin aufgefordert, ihre Freiheit zu verteidigen und den umstrittenen Verfassungsentwurf abzulehnen.

Nach dem Auftakt des Referendums über die neue Verfassung zeichnete sich am Sonntag mit rund 56 Prozent eine knappe Mehrheit für den umstrittenen Entwurf der Islamisten ab. Abgestimmt wurde in zehn Provinzen. Die zweite Runde in den übrigen 17 Provinzen Ägyptens folgt am 22. Dezember.

Umstrittene Verfassung

Die Opposition sieht in dem Verfassungsentwurf von Präsident Mohammed Mursi den ersten Schritt in Richtung Gottesstaat und eine strengere Auslegung der Scharia. Viele Anhänger Mursis wünschen sich genau das.

Wird der Verfassungsentwurf angenommen, muss innerhalb von zwei Monaten ein neues Parlament gewählt werden. Das erste nach dem Sturz von Mubarak gewählte Unterhaus wurde im Sommer von einem Gericht aufgelöst. Dort hatten die Islamisten eine deutliche Mehrheit von etwa 70 Prozent – ein solches Ergebnis dürften sie 2013 nicht mehr erreichen.

Legende: Video Einschätzungen von SRF-Sonderkorrespondent Florian Inhauser aus Kairo abspielen. Laufzeit 01:58 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.12.2012.

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