Al-Kaida gibt Anschläge zu und droht mit weiteren

Die radikal-islamische Al-Kaida im Irak hat sich zu der Anschlagsserie im Grossraum Bagdad bekannt. Bei dieser kamen am zehnten Jahrestag der US-Invasion fast 60 Menschen ums Leben. Diese Anschläge seien nicht die letzten gewesen, so die Al-Kaida.

Die Al-Kaida bekannte sich nicht nur zu den Anschlägen: Zugleich kündigte sie auf einer Internetseite von Dschihadisten weitere Attentate an: «Was euch am Dienstag erreicht hat, ist nur der erste Tropfen und eine erste Phase, nach Gottes Wille, werden wir danach unsere Rache haben.»

Explodiertes weisses Auto, daneben einige Menschen.

Bildlegende: Bei den Anschlägen im Grossraum Bagdad starben fast 60 Menschen. Keystone

Am Dienstag hatten sich vor allem in schiitischen Vierteln von Bagdad mehrere Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt, zudem waren Autobomben explodiert.

Die Zahl der Anschläge hat in diesem Jahr im Irak wieder deutlich zugenommen. Zudem verschärft der Bürgerkrieg in Syrien die Spannungen im Irak. Dort sehen sich die Sunniten gestärkt durch die syrischen Rebellen, die überwiegend ebenfalls dieser  Glaubensrichtung angehören.

Hintergrund der schweren Anschlagsserie am Tag zuvor war der Jahrestag des US-Einmarschs am 19. März 2003. Die Regierung von Präsident George W. Bush hatte den Angriff mit der Behauptung begründet, Machthaber Saddam Hussein verfüge über Massenvernichtungswaffen, was sich später als falsch herausstellte.

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10 Jahre Irak-Krieg

2:56 min, aus Tagesschau vom 19.3.2013