Assange nicht mehr rund um die Uhr bewacht

Wie die Londoner Polizeibehörde Scotland Yard mitteilt, werde sie die ecuadorianische Botschaft, in der sich Wikileaks-Gründer Julian Assange aufhält, nicht mehr dauerhaft bewachen. Stattdessen wolle man eine verdeckte Operation stärken.

Julian Assange

Bildlegende: Hat sich am 19. Juni 2012 in die ecuadorianische Botschaft begeben: Julian Assange. Reuters

Die britische Polizei steht nicht mehr rund um die Uhr Wache vor der Botschaft Ecuadors in London, wo sich Wikileaks-Gründer Julian Assange aufhält.

Dafür werde eine verdeckte Operation gestärkt, teilte Scotland Yard mit. Die dauerhafte Präsenz sei «nicht länger angemessen». Der 44-Jährige, gegen den wegen angeblicher Sexualvergehen in Schweden Haftbefehl besteht, lebt seit Juni 2012 in der Botschaft.

Assange bestreitet die Taten und fürchtet nach eigenen Angaben die Auslieferung in die USA wegen der Enthüllungen der Plattform Wikileaks. Die Wache soll britische Steuerzahler umgerechnet mehr als 16 Millionen Euro gekostet haben.