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Aufmarsch in Lugansk Uniformierte ohne Abzeichen riegeln Regierungsgebäude ab

Bilde eines Panzerkonvois
Legende: Die Beobachter der OSZE machten Bilder des Militärkonvois aus dem fahrenden Auto. OSZE/Twitter
  • Hunderte Bewaffnete in Militäruniformen haben am Dienstag das Regierungsgebäude im ostukrainischen Lugansk abgeriegelt.
  • Mit Kalaschnikow-Gewehren bewaffnete Männer sperrten alle Zufahrtsstrasse zum Parlament und dem Regierungssitz der selbsternannten «Republik Lugansk» ab.
  • Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat Bilder des Militärkonvois veröffentlicht.

Mindestens ein Panzer fuhr auf. Die Bewaffneten trugen keine Hoheitsabzeichen, aber weisse Bänder um den Arm. Im Regierungsviertel fiel der Strom aus.
Einer der Männer sagte der Nachrichtenagentur AFP, im Stadtzentrum von Lugansk seien «Militärübungen» im Gange, die mindestens bis Mittwochmorgen andauern sollten. Reporter wurden daran gehindert, zu fotografieren oder zu filmen.

Tweet der OSZE-Mission

Der «Präsident» der Region Lugansk, Igor Plotnizki, und sein früherer Innenminister Igor Kornet hatten sich zuletzt einen Machtkampf geliefert. Am Montag hatte Plotnizki den Minister entlassen. Einen Tag später hatte Kornet seine Entlassung über die Nachrichtenagentur der Separatisten dementiert. Der «Präsident» hatte ihm daraufhin vorgeworfen, sich an die Macht zu klammern und die Region damit zu destabilisieren.

Im Osten der Ukraine herrscht seit mehr als drei Jahren ein blutiger Konflikt zwischen ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten. Dabei wurden mehr als 10'000 Menschen getötet. Die ukrainische Regierung, die EU und die USA werfen Russland vor, die Separatisten militärisch zu unterstützen. Moskau weist die Vorwürfe zurück.

Legende: Uniformierte haben das Regierungsgebäude in Lugansk abgeriegelt. srf

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Christoph Reuss (Christoph.Reuss)
    @Bernoulli! Es geschieht ein Machtkampf - innerhalb der selbst ernannten Republik Luhansk, wo man seines Lebens nicht sicher ist, Herr Bernoulli - ausserhalb des Einflusses des Volkes der Ukraine. Und....es gibt auch Stimmen die sagen, dass Kiev bald die Atombombe zünden wird. Waffen sind meinstens tödlich - by the way! Was es doch nicht alles für Stimmen gibt! Es geht hier nicht um Waffenlieferungen, sondern um einen Machtkampf! Ласкаво просимо до України
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    1. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Ja, Sie haben recht. Es war ja auch nur eine Hypothese von mir. Das mit den Waffenlieferungen hingegen nicht. Die USA und der Westen auf Seite der russophoben Ukraine zündeln und provozieren Russland weiter. Putin äussrete, dass er nicht zulassen würde, dass die Separatisten militärisch besiegt würden. D.h. bei der Aufrüstung der ukr. Armee sind Gegenmassnahmen seitens Russland zu erwarten. Das lag meiner Annahme zu Grunde.
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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Eine mögliche Erklärung ist, dass ein Angriff durch die ukrainische Seite droht, welche vom Westen aufgerüstet und trainiert wurde, s. z.B. "US Senate approves $500 million military aid, lethal weapons for Ukraine." Es gibt Stimmen, welche besagen, dass schon lange insgeheim tödliche Waffen an die ukrainische Armee geliefert werden (über Polen). Es ist aber immer dasselbe: wenn Russland das tut, was der Westen schon lange tut (aber die Medien verschweigen), dann bricht Empörung aus.
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  • Kommentar von D. Schmidlin (Querenlife)
    Die Lumpenpolitik aus Moskau nimmt seinen normalen Gang.
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    1. Antwort von Udo Gerschler (UG)
      Sie meinen doch bestimmt die Oligarchen aus Kiew.Woher wollen sie wissen ob es nicht ähnlich wie in der Türkei ablaufen sollte.
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    2. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Vielleicht sollten sie mal in Geschichtsbüchern blättern, bevor sie Moskau der Lumpenpolitik bezeichnen. RU gehörte im 1. & 2. WK zu den Siegermächten & hatten mehr Tote zu verzeichnen, als die restlichen Allierten zusammen. Unsere Freiheit haben wir also auch RU zu verdanken. Und nach der Wende war das Verhältnis zu RU sehr entspannt. Auch unter Kanzler Schröder in D. Obama hat mit Merkel zusammen wieder einen Keil in gute Beziehungen getrieben. Wenn, denn ist das Lumpenpolitik.
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