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International Belgien auf der Suche nach einem Kabinett

Nach den Parlamentswahlen Ende Mai versucht Belgien erneut eine Regierung zu bilden. Das Land hat eine lange Geschichte in komplizierten Koalitionsbildungen.

Belgien wagt einen neuen Anlauf zur Regierungsbildung. Rund einen Monat nach den Parlamentswahlen steht diese noch immer nicht. König Philippe ernannte Charles Michel, den Chef der frankophonen Liberalen, als Vermittler.

Charles Michel hinter einem Wahlkampfplakat.
Legende: Charles Michel hat die schwierige Aufgabe in Belgien eine Regierung zu bilden. ZVG

Michel könnte probieren, eine Mitte-Rechts-Regierung zu bilden. Bis am 4. Juli soll er dem Monarchen Bericht erstatten.

Nach den Wahlen vom 25. Mai hatte zunächst Bart De Wever, Chef der separatistischen Neu-Flämischen Allianz, versucht, die Chancen einer Rechtsregierung auszuloten. Er war damit aber gescheitert.

Regierungsbildungen sind in Belgien traditionell kompliziert, da Parteien aus dem niederländischsprachigen Norden des Landes und dem frankophonen Süden am Tisch sitzen. 2010/2011 bescherte die Koalitionsbildung dem Land einen Eintrag im Guinessbuch der Weltrekorde - sie dauerte ganze 541 Tage.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Hubert Stragner, Wien
    Der Microkosmos in Europa, leidet permanent an die Ohnmacht der Helfersysteme. Je mehr in Belgien die Freiheit des Einzelnen über seine Brieftasche oder sein Steueraufkommen definiert / begrenzt wird, umso weniger mischt sich der Mensch in eine glaubwürdige Demokratiegebung ein, die Ihm quasi reeducated wurde und auch den Glauben an seine u.a. grundgesetzliche Freiheit verloren hat, auch nur ein Yota an solcher Demokratiegestaltung verändern zu können. Überall herauragende Leistungsträger.....
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  • Kommentar von Alfons Wilbert, Chrisnee, Belgium
    Das Problem ist die Tatsache, dass vor Jahren der Französich sprechenden Minderheit ein 50%iges Stimmrecht erteilt wurde. Nun erpresst die Mindeheit die Merheit und die Flamen müssen alle noch so wichtigen Änderungen im wahrsten Sinne erkaufen!! Vive la Belgique und Vlaanderen darf bezahlen!
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