Flugzeugabsturz bei Konstanz Bergungsarbeiten am Bodensee werden fortgesetzt

Bergungsarbeiten werden fortgesetzt.

Bildlegende: Bergungsarbeiten werden fortgesetzt. Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Einen Tag nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs mit wahrscheinlich zwei Toten werden die Bergungsarbeiten fortgesetzt.
  • Bei dem Piloten handelt es sich wahrscheinlich um einen 74 Jahre alten Schweizer. Die Identität des zweiten Menschen an Bord sei bisher unklar.
  • Kurz vor Mittag ist am Dienstag eine einmotorige Maschine, die von Zürich nach Hamburg unterwegs war, nordöstlich der Insel Mainau in den Bodensee gestürzt.
  • Nach bisherigen Erkenntnissen war das Flugzeug mit zwei Personen besetzt, sie werden vermisst. Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass sie nicht überlebt haben.

Das Flugzeug ist nach Polizeiangaben gegen 11.30 Uhr vom Flughafen Zürich in Richtung Hamburg gestartet. Um 11.53 Uhr teilten Zeugen dem Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums Konstanz den Absturz mit.

Suche nach Wrack schwierig

Laut einem Polizeisprecher sank die vermutlich einmotorige Maschine nach dem Absturz im rund 60 Meter tiefen Wasser. Die Wasserschutzpolizei ist mit einem Tauchroboter im Einsatz und sucht nach dem Flugzeugwrack. Die Bergungsarbeiten sind wegen der Wassertiefe schwierig und könnten länger dauern.

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Die Bergung des Wracks musste kurzzeitig eingestellt werden

0:32 min, vom 8.8.2017

Wie ein Sprecher der Feuerwehr Konstanz zu SRF sagte, wurden bis am späten Nachmittag mehrere Trümmerteile sowie Leichenteile aus dem Wasser geborgen. Am Abend wurde dann bekannt, dass die Bergungsarbeiten unterbrochen wurden, wegen einer Warnung vor starkem Wind.

Jugendliche beobachteten Absturz

Von einem Jugendzeltlager in Konstanz aus sahen laut Polizeiangaben Kinder und Jugendliche den Sturzflug und hörten den Aufprall. Wegen der Bäume am Ufer hätten sie aber keinen Sichtkontakt im Moment des Aufpralls gehabt, so ein Polizeisprecher.

Auf der international bekannten Blumeninsel Mainau im Bodensee konnte man den Vorfall nach Angaben der Pressestelle der Inselverwaltung nicht sehen. Die Nordseite der Insel sei bewaldet und nicht für Besucher zugänglich.

Bildlegende:Der Kartenausschnitt zeigt die Absturzstelle des Kleinflugzeugs srf