Bericht zu Papst: Skandale bewegten ihn zum Rücktritt

Papst Benedikt XVI. ist einem Bericht der römischen «La Repubblica» zufolge wegen des Ausmasses der «Vatileaks»-Affäre zurückgetreten. Darin geht es um gestohlene Dokumente, Sex und Korruption im Vatikan.

Der Papst auf dem Papa-Mobil – vorne links sitzt sei früherer Kammerdiener, Paolo Gabriele.

Bildlegende: Der Kammerdiener des Papstes (Paolo Gabriele links sitzend) reichte seit 2011 interne Dokumente an die Medien weiter. Keystone

Am 17. Dezember hätten ihm drei Kardinäle ihren nahezu 300 Seiten starken Geheimbericht zu der Affäre «Vatileaks» vorgelegt, in dem es auch um homosexuelle Beziehungen und Erpressbarkeit gehe, berichtete das Blatt, ohne genaue Quellen zu nennen.

An diesem Tag habe Benedikt seine lange erwogene Rücktrittsentscheidung gefällt. Der Vatikan lehnte es ab, sich zu den neuen Spekulationen zu äussern. Der 85jährige Benedikt hatte Altersgründe für den Rücktritt ins Feld geführt. Er hat am 28. Februar seinen letzten Arbeitstag.

Noch ist offen, ob die Papstwahl bereits vor dem 15. März beginnen sollte. Möglicherweise kommen die Purpurträger bereits vor Mitte März zusammen. Der scheidende Papst könnte zuvor noch Details klären.

Papst Benedikt XVI. erwägt «Präzisierungen» zu der im März anstehenden Wahl seines Nachfolgers. Dabei dürfte es vor allem um die Wahlordnung beim Konklave gehen.

Das Konklave zur Wahl des Oberhaupts der Katholiken könnte schon vor Ablauf der üblichen Frist von 15 Tagen nach Beginn der Sedisvakanz («leerer Stuhl Petri») anfangen, hatte Lombardi am Samstag erklärt.