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International Biden schafft Klarheit zum Nato-Artikel 5

Neulich stellte Donald Trump den Artikel 5 des Nato-Vertrags in Frage. Dieser besagt: Wird ein Nato-Mitglied angegriffen, helfen die anderen. Irritiert reagierten insbesondere die Russland-Anrainer im Baltikum. Zum Auftakt seiner Europareise beschwichtigt US-Vize Joe Biden.

Legende: Video US-Vize Biden sichert Baltikum Nato-Unterstützung zu abspielen. Laufzeit 1:39 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.08.2016.

US-Vizepräsident Joe Biden startet seine Europareise im Baltikum – konkret in Lettland. Dort ist man derzeit einigermassen alarmiert. Die Nachbarstaaten Russlands bangen um zukünftige Unterstützung der USA. Nicht ganz unbegründet: Der Krieg zwischen der Ukraine und Russland ist nah.

Und die Unsicherheit von Estland, Lettland und Litauen wurde befeuert durch eine Äusserung vom republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Dieser liess Ende Juli verlauten, er würde als Präsident den 27 übrigen Nato-Partnern nicht mit Sicherheit garantieren, dass die USA ihnen mit voller Kraft zur Seite stehen, sollten diese Hilfe benötigen.

Biden macht den Brandlöscher

Damit spielte Trump an den Artikel 5 des Nato-Vertrags an. Dieser besagt, dass sich die Nato-Mitgliedstaaten im Falle eines Angriffs zu gegenseitigem Beistand verpflichten.

Biden ist also daran, das vom Republikaner zerschlagene Geschirr zu flicken. Mit eindringlichen Worten beschwichtigt er nach seiner Ankunft in der lettischen Hauptstadt Riga: «Wir bekennen uns absolut, gründlich, 100 Prozent zu unseren Nato-Verpflichtungen inklusive und besonders Artikel 5», so der US-Vizepräsident.

Ich denke er (Trump) versteht nicht einmal, was Artikel 5 ist.
Autor: Joe BidenUS-Vizepräsident

In den USA gebe es bei Demokraten wie auch Republikanern eine «fortgesetzte, überwältigende, parteiübergreifende Zustimmung», an den Nato-Verpflichtungen festzuhalten, sagte Biden. Und liess die Gelegenheit nicht aus, Trump einen kleinen Seitenhieb zu verpassen: «Ich denke er (Trump) versteht nicht einmal, was Artikel 5 ist.»

14 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Art.5 der NATO kann ja nicht heissen, Ami-komm-hilf und opfere deine Jungs, wir sind uns zu schade dafür und überlassen es lieber Dir! Trump scheint sich seiner Aeusserungen nicht bewusst zu sein und Biden scheint nicht zu verstehen, was das für die Amerikaner selber, den GI's, bedeuten kann. - Es kann ja auch nicht sein, dass die Amis bluten und sich die "Europäer" aufs Profitieren beschränken. - So jedenfalls habe ich meine amerikanischen Bekannten hier im Dorf verstanden. NB: war in Vietnam
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    1. Antwort von Markus Guggisberg (gugmar)
      @Hans Haller: Trump weiss sehr wohl was er sagt. What the hell is going on ? Es gibt hier nicht's zu opfern. NATO ist nicht Verteidigungsbündnis sondern Aggressor. EU ist keine Demokratie sondern Diktatur. Keiner in Europa ist in Gefahr ausser durch US Kernwaffen, Diktatur und Masseneinwanderung. Fazit: EU und NATO abschaffen. Amis nach Hause schicken. Syrien wieder aufbauen. Zuwanderung Kontingente steuern. Flüchtlinge und Migranten zurück führen und Frieden leben !
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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Wer in der Ukraine provoziert und Krieg gegen Russland will, um vor den eigenen Problemen im Lande und den Verfehlungen und Unpopularität seiner Regierung abzulenken, ist klar. Schlimm genug, dass der Westen hinter solch einer Regierung steht. Dass dieses Beispiel dafür Dient, eine irrationale, unbegründete Angst vor Russland zu schüren bezüglich Angriff auf die baltischen Staaten, ist Kriegstreiberei.
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  • Kommentar von Ida Fischer (Ida Fiischer)
    Amerika hat schon so viele Kriege angezettelt mit 2 Atombomben viel Leid gebracht. Div. Präsis folgten dieser Blutspur Obama unser grossartiger Friedens preisträger hat ein Lager in Guantanamo wo er seit über 10 Jahren unschuldige Menschen ohne Gerichtsverhandlung gefangen hält nachdem er einen auf Lügen aufgebauten Krieg im Nahen Osten begann. Nun folgt der nächste Streich diesmal offenbar in Europa. Die NATO bringt Krieg und Leid siehe Naher Osten.
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    1. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Spätestens nach dem Kriegsverbrechen im Irak hätte sich die EU von den USA distanzieren und die NATO-Mitgliedschaft künden sollen. Die Haltung der EU gegenüber den USA ist unhaltbar und leider eine grosse Gefahr, wie Sie und hoffentlich eine genügende Mehrheit erkennen, um die Brandstifter noch rechtzeitig zu stoppen.
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