Blutbad in Paris bei Satirezeitung – das Protokoll

Bei einer Schiesserei in der Redaktion der französischen Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» sind zwölf Personen getötet worden. Drei Täter sind flüchtig. Das Protokoll zu den Ereignissen.

Schiesserei in der Redaktion von Charlie Hebdo

Überfall auf Satiremagazin-Redaktion

  • Drei schwer Bewaffnete richten in der Redaktion der Satirezeitung «Charlie Hebdo» in Paris ein Blutbad an.
  • 12 Menschen sterben laut Staatsanwaltschaft bei der Schiesserei, mehrere werden verletzt.
  • Die drei Täter sind flüchtig.
  • Für die Region Paris gilt die höchste Terror-Warnstufe.
  • Die Zusammenfassung zu den Ereingissen finden Sie hier.
Der Ticker ist abgeschlossen.
  • 17 :23

    Die drei Attentäter sind noch immer auf der Flucht. Wir schliessen dennoch diesen Liveticker. Sie werden auf srf.ch/news laufend auf dem aktuellen Stand gehalten. Eine Zusammenfassung finden Sie hier.

  • 16 :46

    Der Verleger Hanspeter Lebrument zeigt sich schockiert über den Anschlag. Er könne sich nicht daran erinnern, dass eine Redaktion in diesem Masse einmal überfallen worden ist. «Eines kann ich sagen: Wir haben immer Journalisten eingestellt, aber keine Helden». Die Vorsicht unter Journalisten werde nun anwachsen – und ebenso die Furcht, heikle Themen zu publizieren.


    Lebrument zu Anschlag Hebdo

    4:30 min, aus SRF 4 News aktuell vom 07.01.2015

  • 16 :40

    Die Nerven bei verschiedenen Medienhäusern liegen blank. In Spanien wurde die Zentrale der Zeitung «El País» in Madrid evakuiert. Ein verdächtiges Paket entpuppte sich aber als harmlos.

    Die dänische Zeitung «Jyllands-Posten» verschärfte ebenfalls ihre Sicherheitsvorkehrungen. «Wir stehen in engem Kontakt mit den relevanten Behörden», schrieb der Verlag. Das Blatt hatte 2005 in der islamischen Welt heftige Reaktionen ausgelöst, weil es zwölf Mohammed-Karikaturen veröffentlicht hatte.

  • 16 :30

    Die Attentäter sprachen offenbar perfekt französisch. Dies sagt eine Zeichnerin der angegriffenen Zeitungsredaktion. Sie hatte sich unter einem Tisch versteckt.

    Die Täter hätten behauptet, zur Terrororganisation Al-Kaida zu gehören. Der Angriff habe etwa fünf Minuten gedauert.

  • 16 :17

    Premier Manuel Valls setzt einen Krisenstab zusammen. Ihm gehören Minister aus verschiedenen Departementen an. Führen wird den Krisenstab Innenminister Bernard Cazeneuve.

  • 16 :14

    US-Präsident Barack Obama bietet Frankreich die Hilfe seines Landes an, die Terroristen zu verfolgen. Obama nennt das Attentat «entsetzlich».

  • 15 :43

    Laut dem französischen Innenministerium waren drei Männer am Attentat beteiligt. Zuvor war stets von zwei Angreifern die Rede.

    Alle Attentäter sind flüchtig. Innenminister Bernard Cazeneuve versprach der Bevölkerung den höchstmöglichen Schutz.

  • 15 :38

    Während dem Attentat befand sich auch eine Schweizer Karikaturistin in den Redaktionsräumen von «Charlie Hebdo». Sie überlebte den Anschlag, weil sie sich unter einem Möbel versteckt hatte. Die Zeichnerin arbeitete für «Charlie Hebdo» und das Westschweizer Satiremagazin «Vigousse».

  • 15 :30

    Die Attentäter gingen mit unvorstellbarer Grausamkeit vor. Ein Augenzeuge filmte, wie ein Polizist erschossen wird, der zuvor bereits am Boden lag. Danach fliehen die Täter im Auto.

    Video «Amateurvideo zeigt schiessende Attentäter» abspielen

    Amateurvideo zeigt schiessende Attentäter

    0:28 min, vom 7.1.2015

  • 15 :07

    Der Rat der Muslime in Frankreich verurteilt den Terroranschlag von Paris als «barbarisch». Die Tat sei ein Angriff auf die Demokratie und die Pressefreiheit, schrieb die Organisation in einer Erklärung «im Namen aller Muslime in Frankreich».

  • 14 :51

    Unter den Opfern befinden sich der Chefredaktor von «Charlie Hebdo» und drei weitere Karikaturisten. Die Behörden bestätigen entsprechende Medienberichte. Das Satiremagazin hat in Vergangenheit immer wieder mit islamkritischen Themen provoziert. Fakten zu «Charlie Hebdo» finden Sie hier.

  • 14 :42

    Die Redaktion des «Charlie Hebdo» befindet sich im 11. Arrondissement von Paris, östlich des Zentrums.

  • 14 :25

    Der Journalist Martin Boudot von der Agentur «Premières Lignes» filmte von einem Hausdach, wie die Attentäter in den Strassen um sich schiessen und «Allah Akbar» (Allah ist gross) schreien.

  • 14 :21

    Die offizielle Schweiz ist bestürzt. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga verurteile das Attentat, sagte Bundesratssprecher André Simonazzi.

  • 14 :16

    Auch in der Schweiz ruft das Blutbad in Paris geschockte Reaktionen hervor. Die Herausgeber der westschweizer Zeitungen sprechen von einem «schwarzen Tag» für die Pressefreiheit. Daniel Hammer von der Vereinigung «Médias Suisses» sagt: «Eine Zeitung anzugreifen ist aussergewöhnlich feige.»

  • 13 :58

    EU-Präsident Jean-Claude Juncker bezeichnet den Angriff auf die Redaktion als Barbarei, die alle Menschen und Europäer betreffe. Er sichert Frankreich die Solidarität der EU-Kommission zu.

  • 13 :49

    Was die aktuelle Terror-Warnstufe bedeutet, sehen Sie im Tweet der französischen Polizei.

  • 13 :47

    Präsident Hollande sagt am Ort des Anschlages, es handle sich ohne Zweifel um einen Terroranschlag. Es seien in den vergangenen Wochen bereits mehrere Anschläge vereitelt worden.

    Video «François Hollande zum Anschlag in Paris» abspielen

    François Hollande zum Anschlag in Paris

    3:40 min, vom 7.1.2015

  • 13 :44

    Die Täter riefen nach Angaben von Zeugen: «Wir haben den Propheten gerächt.»


    Die Angreifer riefen gut hörbar «Allah u Akbar»

    2:27 min, aus SRF 4 News aktuell vom 07.01.2015

  • 13 :38

    Frankreichs Regierung trifft sich um 14 Uhr zu einer Krisensitzung.