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International Britische Polizei fürchtet Waffen aus dem Drucker

Bedeuten beschlagnahmte Waffenteile einen «Wendepunkt im Kampf gegen das organisierte Verbrechen»?

Eine Polizeieinheit hatte am Donnerstag in Manchester bei einer Razzia mutmasslich selbst produzierte Waffenteile entdeckt – einen Abzugshahn und ein Waffenmagazin.

Die britische Polizei sagte, kriminelle Banden seien dabei, sich eine Technologie anzueignen, mit der sie selbst die Waffen der Zukunft herstellen könnten. Die Behörden fürchten vor allem das Material der Selbstbau-Pistolen. Weil sie aus Plastik sind, sind sie von Waffendetektoren kaum zu entdecken.

Drucker für 1500 Euro

Mit einem günstigen 3D-Drucker kann jedermann unterschiedliche und teils hochkomplexe Gegenstände in Heimarbeit fertigen. Dabei brennt der 3D-Drucker nach Vorgaben des Nutzers eine Art Pulver Schicht auf Schicht, um ein Objekt zu produzieren. Als Material dienen etwa Plastik, Harz und Metall.

Im Frühling war ein Bauplan für eine Pistole aus dem 3D-Drucker im Internet aufgetaucht. Bis zur Löschung des entsprechenden Links wurde die Anleitung etwa 100'000 Mal heruntergeladen.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Meier, Mattental
    Anzumerken sei da noch, dass die Teile die da gefunden wurden keine Waffenteile, sondern Teile des Druckers selbst waren (ein Hardware-Upgrade, ausgedruckt vom Drucker selber). Quelle: The verge, Artikel von Aaron Souppouris am 25. Oktober 2013. Oder der Tages-Anzeiger, auch am 25. Oktober 2013.
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  • Kommentar von A. Holenstein, Cross'n'Star
    Die Britische Polizei sucht doch nur neue Gründe um den Ueberwachungs-, Kontroll- und Polizeistaat weiter aufzublähen! In Tat und Wahrheit wird der grösste Kolonialherr von einst nur von seiner schrecklichen Vergangenheit eingeholt! Sprich: Bumerang-Effekt produziert aus 3-D-Printern!
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  • Kommentar von Hans-Peter Maier, Aarau
    Frau Bosshard, jedem der imstande ist ein solches Gerät zu nutzen ist die Existenz und die günstigen Preise dieser 3D Drucker bekannt. Seit Jahren wurde daran gearbeitet, und kürzlich sind die Preise drastisch gesunken. Die Möglichkeiten die der 3D Druck z.B. in Forschung und Entwicklung bietet sind sensationell. Hierfür wurden diese Geräte grundsätzlich entwickelt - und hier ist ihr Einsatz auch keineswegs bedenklich.
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