Cleveland-Entführer plädiert auf unschuldig

Drei Frauen hat der Entführer von Cleveland jahrelang in seinem Haus festgehalten. Die Gewalt, welche die Frauen erleiden mussten, übersteigen das menschliche Vorstellungsvermögen. Der mutmassliche Täter zeigt allerdings keine Reue.

Polizefoto von Ariel Castro

Bildlegende: Ariel Castro droht möglicherweise die Todestrafe. Keystone

Der Entführer von Cleveland will laut seinem Anwalt im gegen ihn geplanten Prozess auf nicht schuldig plädieren. Sein Mandant Ariel Castro werde sich nicht wegen der Vorwürfe der Vergewaltigung und Entführung schuldig bekennen, sagte sein Anwalt Jaye Schlachet.

Castro wird beschuldigt, drei junge Frauen über ein Jahrzehnt in seinem Haus festgehalten zu haben. Der Fall war durch die Flucht einer der Entführten ans Licht gekommen. Er sorgte weltweit für Schlagzeilen.

«Er ist kein Monster»

Warum sich Castro für nicht schuldig erklären will, ist nicht bekannt. «Alle Beweise werden bei der gerichtlichen Anhörung offengelegt», sagte er. Der Strafverteidiger warnte vor einer Vorverurteilung seines Mandanten. «Er ist kein Monster und er sollte nicht von den Medien dämonisiert werden.»

Dem 52jährigen Castro droht möglicherweise auch noch eine Anklage wegen Mordes an ungeborenen Kindern. Er soll mindestens eine der Frauen während Schwangerschaften geschlagen haben. In der Folge verlor sie ihre Babys. Sollte er in diesem Punkt schuldig gesprochen werden, droht Castro die Todesstrafe.

Die 32jährige Michelle Knight, die 23 Jahre alte Gina DeJesus und die 27jährige Amanda Berry waren vergangene Woche befreit worden.