Clinton sagt «Sorry» zu Obama

Die mögliche US-Präsidentschaftskandidatin entschuldigt sich für Aussagen, welche als Kritik an der Aussenpolitik Obamas verstanden werden könnten. Es sei kein Angriffsversuch gewesen.

Clinton lachend mit einem Buch im Vordergrund.

Bildlegende: Die Veröffentlichung des Buches «Hard Choices» gilt bei Experten als Start für Clintons Präsidentschaftskandidatur. Reuters

Hillary Clinton hat sich bei US-Präsident Barack Obama für ihre Kritik an seiner Aussenpolitik telefonisch entschuldigt, wie US-Medien berichteten.

In einem Gespräch mit «The Atlantic» hatte sie Obamas Zurückhaltung im Syrien-Konflikt als «dumm» und als Fehler bezeichnet.

Sie habe sicherstellen wollen, dass es sich bei dem Interview nicht um einen Angriffsversuch gehandelt habe. Sie freue sich darauf, die Sache mit einer Umarmung zu besiegeln.

Clinton im Balanceakt

Seit Wochen wird über ihre mögliche Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen spekuliert. Laut Beobachtern hat ihr Wahlkampf mit der umfassenden Kampagne zu ihrer jüngst erschienen Biografie längst begonnen.

Falls sie antritt, dürfte ihr Verhältnis zu Obama zum Balanceakt werden: Einerseits bräuchte sie ihren demokratischen Parteikollegen als wichtigsten Unterstützer. Andererseits müsste sie sich auch von Obama distanzieren, dessen Umfragewerte auf einem Tiefstand von rund 40 Prozent sind.