Clinton wollte offenbar Waffen für syrische Rebellen

Die frühere US-Aussenministerin Hillary Clinton hat sich offenbar noch vor wenigen Monaten dafür stark gemacht, die syrischen Rebellen auszubilden und auch zu bewaffnen. Einem Zeitungsbericht zufolge soll sie mit diesen Plänen allerdings beim Präsidialamt gescheitert sein.

Wollte die syrischen Rebellen offenbar bewaffnen, konnte sich aber nicht durchsetzen: Hillary Clinton

Bildlegende: Wollte die syrischen Rebellen offenbar bewaffnen, konnte sich aber nicht durchsetzen: Hillary Clinton Keystone

Das US-Präsidialamt hat einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Sommer Pläne der damaligen Aussenministerin Hillary Clinton und des früheren CIA-Chefs David Petraeus zur Bewaffnung und Ausbildung syrischer Rebellen abgelehnt.

Grund für die Entscheidung seien Sorgen gewesen, die USA könnten in den Konflikt hineingezogen werden, berichtete die «New York Times». Ausserdem sei befürchtet worden, dass die Waffen in die falschen Hände geraten könnten.

Endgültig sei der Plan begraben worden, als Petraeus wegen einer ausserehelichen Affäre sein Amt aufgeben und Clinton aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten musste, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise weiter.


Neue Bescheidenheit in Washington

4:27 min, aus Echo der Zeit vom 02.02.2013

Der scheidende Verteidigungsminister Leon Panetta habe Regierungsvertretern zufolge der Idee positiv gegenüber gestanden. Petraeus und Panetta lehnten dem Blatt zufolge eine Stellungnahme ab. Clinton hatte sich vor kurzem in einem «Times»-Interview nicht zu der Frage äussern wollen.