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Clintons E-Mail-Affäre Comeys Entscheide laut Bericht nicht politisch motiviert

Legende: Video Comey hat Fehler begangen: Bericht zu Ex-FBI-Direktor abspielen. Laufzeit 00:51 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 14.06.2018.
  • Der damalige FBI-Direktor James Comey war bei der Untersuchung der E-Mail-Affäre Hillary Clintons nicht politisch beeinflusst.
  • Zu diesem Ergebnis kommt der Abschlussbericht des US-Justizministeriums, der am Donnerstag US-Präsident Donald Trump übergeben wurde.
  • Comey sei bei der Untersuchung aber klar von Normen seiner Behörde abgewichen.

Diese Abweichungen hätten das Ansehen des FBI und des Ministeriums als fairen Sachwalter der Gerechtigkeit beschädigt, erklärte Generalinspektor Michael Horowitz.

In einem Beitrag für die «New York Times» schrieb Comey: «Ich stimme nicht mit allen Schlussfolgerungen des Generalinspekteurs überein, aber ich respektiere die Arbeit seines Büros und ziehe meinen Hut vor dessen Professionalität.»

Grosses Thema bei Präsidentschaftswahlen

Clinton hatte als US-Aussenministerin auch einen privaten Server für E-Mails benutzt. Das ist verboten und wurde von den Republikanern im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 zu einem sehr grossen Thema gemacht.

Die Affäre beschäftigte auch das FBI. Comey kam aber zu dem Schluss, keine Anklage gegen Clinton zu empfehlen – einer der Gründe, warum Trump ihn im Mai 2017 feuerte. Das wiederum zog die Einsetzung des FBI-Sonderermittlers Robert Mueller nach sich. Dieser ermittelt wegen geheimer Wahlabsprachen zwischen Trumps Wahlteam und Russland.

Rückenwind für «Hexenjagd»-Theorie

Trump bezeichnet diese Ermittlungen als «Hexenjagd». Ein so bisher nicht bekanntes Detail in dem 568 Seiten starken Bericht dürfte dem Präsidenten neuen Auftrieb für seine Verschwörungstheorie geben, das FBI und sein Justizministerium hätten gegen ihn gearbeitet.

So enthält der Bericht einen Dialog zwischen FBI-Anwältin Lisa Page und Peter Strzok, zuständig sowohl für die Russland-Ermittlungen als auch die Clinton-Affäre. Page sagte, Trump werde doch hoffentlich niemals Präsident werden? Strzok antwortete: «Nein. Nein, wird er nicht. Wir werden das stoppen.»

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Benedikt Walchli (Benedikt Walchli)
    Nur Spitze des Eisbergs! Comey wird isoliert betrachtet um den IG-Bericht zu entschärfen, weil er tatsächlich dort mit einem blauen Auge davon kommt. Aber all die wirklich heissen Eisen werden im Bericht ausgelassen, und das ist keine Verschwörungstheorie, sondern kann belegt werden. Warten wir's ab was als nächstes passiert. Glaube nicht das DT dies auf sich sitzen lässt!
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    1. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Die Frage ist, wieviel DT in solch einer Situation tun kann, wenn der Filz praktisch alle trifft, d.h. niemand wirklich den Sumpf angreifen kann, ohne selbst dabei unterzugehen. Hat man ja gesehen, womit DT konfrontiert wurde, wobei keine Lüge zu gross, keine Gemeinheit zu klein war, um ihm zu schaden mit dem Ziel der Absetzung.
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    2. Antwort von Walter Wieser (Walt)
      Trump wird wohl noch abwarten bis nach den Wahlen im Novemer und dann voll zuschlagen.
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  • Kommentar von Walter Wieser (Walt)
    Ich wuenschte ich koennte hier ein klares JA anbieten. Aber ich fuerchte das hoechstens Trump selber ausmisten koennte. Was politisch schier unmoeglich ist. Lets see what happens....
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Das ist wie ein Krimineller und Mafiaboss, Polizeichef würde. Trump selbst ein begnadeter Lügner und Krimineller soll also ausmisten!
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    2. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Danke für die Antwort. Ja, das ist lebensgefährlich und es ist die Frage, wie gut die USA dies überstehen würden. Der Sumpf ist wohl beinahe überall und sehr mächtig, hat Reps wie Dems in der Tasche. DT ist da sehr alleine gegen praktisch den ganzen Rest.
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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Bei den einen wird von "Fehlern" gesprochen, bei anderen ist gleich von Hochverrat, von Verbrechen usw. die Rede. Comey gehört zum Klüngel der "Unantastbaren" - ein Filz von Leuten, die so mächtig sind, dass sie trotz offensichtlicher Verbrechen nicht juristisch verfolgt werden können. Die Frage bleibt, ob DT diese Machenschaften wird beenden können.
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