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Uefa fordert Quarantäne-Ausnahme für VIPs in London
Aus Tagesschau vom 18.06.2021.
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Coronavirus weltweit Die internationale Lage in der Übersicht

Mit der Grafik lässt sich die Verbreitung des Coronavirus in bis zu sechs Ländern vergleichen – so gut, wie es die Datenbestände erlauben. Um die Vergleichbarkeit zu verbessern, werden sowohl gemeldete Infektionszahlen als auch Todesfälle im Durchschnitt über sieben Tage dargestellt. Die logarithmische Skala ermöglicht einen besseren Vergleich der Trendlinien – wer die lineare Skala bevorzugt, kann diese auswählen.

Europa

EU: Im Impfstoff-Streit zwischen Astra-Zeneca und der EU trägt ein belgisches Gericht dem Pharmakonzern auf, bis zum 27. September weitere 50 Millionen Dosen zu liefern. Bei Nichterfüllung müsse der Konzern zehn Euro pro nicht gelieferte Dosis zahlen, heisst es in dem Urteil. Damit hätte Astra-Zeneca bis zu dem Datum insgesamt etwa 80 Millionen Dosen geliefert. Ursprünglich war eine Lieferung von 300 Millionen Dosen bis Ende Juni vereinbart worden. Wegen Fertigungsproblemen setzte das Unternehmen die Menge auf 100 Millionen herab.

Deutschland: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in den Unions-Beratungen nach Auskunft eines Teilnehmers zur Vorsicht in der Corona-Pandemie gemahnt. «Wir sind bei einer erfreulichen Inzidenz unter zehn», sagte sie. «Aber das ist immer noch dreimal so hoch wie vor zwölf Monaten.» Man müsse das richtige Mass an Freiheit und Vorsicht finden. Maske tragen sei das einfachste Mittel, um die Pandemie zu bekämpfen, sagte sie.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete derweil am Montag mit 346 Corona-Neuinfektionen den niedrigsten Wert seit Anfang August. Das sind 203 Fälle weniger als vor einer Woche. Erstmals seit zehn Monaten liegt die Zahl der täglich verzeichneten Positiv-Tests unter der Schwelle von 500.

Österreich: Die EU-Kommission hat Österreich grünes Licht für den Corona-Wiederaufbauplan gegeben und dafür Gelder von 3.5 Milliarden Euro zugesagt. Der Plan erfülle alle Kriterien, sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Wien. Das Vorhaben wird bis 2026 aus EU-Fördermitteln finanziert. Sobald der Plan im Juli auch von den EU-Finanzministern genehmigt wird, erhält Österreich 450 Millionen Euro Vorfinanzierung für die im Plan vorgesehenen Projekte.

Im Land fallen zum 1. Juli weitere Corona-Beschränkungen. So wird die wegen der Pandemie eingeführte Sperrstunde aufgehoben. Damit sei auch die Nachtgastronomie bei zunächst etwas reduzierter Kapazität wieder möglich, sagte Kanzler Sebastian Kurz am Donnerstag.

Es kann getanzt, geheiratet, gefeiert werden.
Autor: Sebastian KurzKanzler

Die Infektionslage sei deutlich besser als allgemein erwartet, so der Regierungschef mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz von 15.

Frankreich: In Frankreich dürfen Nachtclubs ab dem 9. Juli wieder öffnen und damit erstmals seit dem ersten Lockdown im März vorigen Jahres. Laut der Gastgewerbegewerkschaft UMIH haben in der Corona-Krise von den 1600 Nachtclubs in Frankreich mehr als 100 ganz dichtmachen müssen.

Italien: Angesichts von rückläufigen Impfzahlen in der vergangenen Woche ruft Italiens Ministerpräsident Mario Draghi die Bürger des Landes auf, nicht nachzulassen. Ein Impfschutz sei von fundamentaler Bedeutung, sagt er auf einer Pressekonferenz.

«Das Schlimmste, was Sie tun können, ist, sich nicht impfen zu lassen, oder nur eine Impfung zu erhalten.» Hintergrund des Rückgangs ist Experten zufolge die Entscheidung der Regierung, das Mittel von Astra-Zeneca nur noch für über 60-Jährige zu empfehlen. Dies soll Italiener verunsichert haben, die nun eine zweite Dosis mit einem anderen Mittel erhalten sollen. Er selbst werde nach Astra-Zeneca nun ein anderes Mittel für seine zweite Impfung erhalten, sagt Draghi. Das Mischen von Impfstoffen sei sicher.

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Aus dem Archiv: EM in Italien trotz Corona
Aus Tagesschau vom 10.06.2021.
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Grossbritannien: Die britische Provinz Wales hat geplante Corona-Lockerungen verschoben. Sie tut es damit Premierminister Boris Johnson nach, der die für den 21. Juni geplante Aufhebung aller Massnahmen in England um vier Wochen vertagt hat.

Während sich die Delta-Variante in Grossbritannien weiter ausbreitet, erhöht die Uefa den Druck auf Grossbritannien: Sie besteht darauf, dass für den EM-Final am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion 2500 VIPs ohne die vorgeschriebene Quarantäne anreisen dürfen. Notfalls könnte man den Final von London in die ungarische Hauptstadt Budapest verlegen, heisst es bei der Uefa. Wie sich die britische Regierung entscheidet, ist noch offen.

«Alpha, Beta, Gamma»: Die wichtigsten Coronavirus-Varianten

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Die WHO hat die Namensgebung der Coronavirus-Varianten angepasst. Die griechischen Buchstaben dienen der Vereinfachung und um rassistische Ressentiments zu vermeiden. SRF teilt die Meinung, dass kein Land für die Entdeckung und die Meldung von Varianten stigmatisiert werden soll und übernimmt diese Namensempfehlung.

WHO-Name

wissen-schaftlich

erstmals aufgetaucht

Alpha

B.1.1.7

Vereinigtes Königreich,
September 2020

Beta

B.1.351

Südafrika,
Mai-2020

Gamma

P.1

Brasilien,
November 2020

Delta

B.1.617.2

Indien,
Oktober 2020

Links:

Aktuelle Coronaregeln Grossbritannien

Website der Regierung, Link öffnet in einem neuen Fenster

Spanien: Mit Blick auf sinkende Infektionszahlen und den Fortschritt in der Impfkampagne hebt Spanien die Pflicht zum Tragen einer Corona-Schutzmaske im Freien Ende kommender Woche auf. Laut Ministerpräsident Pedro Sanchez werde das Kabinett am nächsten Donnerstag einen entsprechenden Beschluss fassen, der am 26. Juni in Kraft treten soll.

Portugal: In der am Wochenende abgeriegelten Hauptstadt Lissabon sind bereits mehr als 60 Prozent aller neu erfassten Corona-Infektionen auf die Delta-Variante zurückzuführen. Das sei das vorläufige Ergebnis der bisher im Juni durchgeführten Sequenzierungen positiver Corona-Proben, berichteten Medien unter Berufung auf das Nationale Gesundheitsinstitut Insa.

Griechenland: In Griechenland sind mittlerweile die meisten Corona-Massnahmen aufgehoben worden. Das Land hat auch die Impfpriorisierung nach Altersgruppen aufgehoben.

Zwei Frauen mit Maske vor der Akropolis.
Legende: Die Akropolis in Athen darf wieder besucht werden. Reuters

Niederlande: Ministerpräsident Mark Rutte kündigt für die kommende Woche Lockerungen an. Die Maskenpflicht soll ab 26. Juni dort fallen, wo ein ausreichender Abstand eingehalten werden könne, sagt er und bestätigt damit einen Medienbericht. Rutte verweist darauf, dass die Zahl der neuen Positiv-Tests in den Niederlanden auf den niedrigsten Stand seit neun Monaten gefallen ist.

Russland: Der Kreml bezeichnete am Montag die Coronavirus-Situation in Russland als schwierig und sagte, sie verschlechtere sich immer noch, anstatt sich zu verbessern. Das Land registrierte am Sonntag 17'378 Corona-Fälle und 440 Tote im Zusammenhang mit dem Virus.

Moskau, der Corona-Hotspot des Landes, hat angesichts der dramatischen Situation die Corona-Einschränkungen wieder verschärft. Grossveranstaltungen wurden auf 1000 Menschen beschränkt und die Fanmeile zur Fussball-Europameisterschaft geschlossen. Zudem wurde eine Reihe an Unternehmen verpflichtet, eine Impfquote von 60 Prozent unter ihren Angestellten durchzusetzen.

Auch rund ein halbes Jahr nach dem Start der Massenimpfungen zögern viele Menschen weiterhin, sich mit einem der russischen Präparate immunisieren zu lassen. Moskaus Bürgermeister zufolge sind bislang erst 1.8 Millionen Menschen in seiner Stadt gegen Corona geimpft – das entspricht etwa 15 Prozent der Bevölkerung in der Metropole mit zwölf Millionen Einwohnern.

Nordamerika

USA: US-Präsident Joe Biden erwartet nach eigenen Angaben nicht, dass die ansteckendere Delta-Variante zu einem neuen Lockdown führen wird. Gleichwohl warnt er, dass die Mutation leichter übertragbar und potenziell tödlich sei. Biden ruft die US-Bevölkerung erneut auf, sich impfen zu lassen.

Sein erklärtes Ziel einer Impfquote von 70 Prozent der Erwachsenen bis zum Nationalfeiertag am 4. Juli könnte verfehlt werden: Gegenwärtig sind 65.1 Prozent der volljährigen US-Bürger mindestens einmal geimpft. Die Zahl ist zuletzt nur noch langsam gestiegen.

Lateinamerika

Argentinien: Das Land hat dem Impfstoff des chinesischen Herstellers Cansino Biologics eine Notfallzulassung erteilt. Damit soll das inmitten einer weiteren Coronawelle stehende Argentinien mehr Impfstoff im Kampf gegen das Virus zur Verfügung haben.

Brasilien: Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt auf über 500'000. Dies meldet das Gesundheitsministerium des Landes. Experten warnen wegen der Verbreitung der Delta-Virusvariante vor einem weiteren steilen Anstieg auf 800'000 oder 900'000 Todesfälle.

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Die Menschen in Brasilien sind unzufrieden
Aus News-Clip vom 20.06.2021.
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Asien

China: China hat die Marke von einer Milliarde Impfungen überschritten. Nach Angaben der nationalen Gesundheitskommission wurden am Samstag rund 20.23 Millionen Dosen von Corona-Impfstoffen verabreicht. Damit sei die Gesamtzahl auf 1.01 Milliarden gestiegen, wie aus den am Sonntag veröffentlichten Daten hervorgeht. China ist das bevölkerungsreichste Land der Welt mit rund 1.41 Milliarden Einwohnern.

Japan: Trotz der andauernden Corona-Pandemie wollen Japans Olympia-Organisatoren bis zu 10'000 einheimische Zuschauer bei allen Wettkämpfen der Sommerspiele in Tokio zulassen. Maximal darf aber nur die Hälfte der Plätze in den Arenen besetzt werden, wie die japanischen Gastgeber nach Beratungen mit dem Internationalen Olympischen Komitee entschieden. Der Beschluss steht aber unter Vorbehalt. Sollte sich die Corona-Infektionslage bis zum 12. Juli verschlechtern und erneut ein Notstand ausgerufen werden müssen, könnten Zuschauer doch noch komplett ausgesperrt werden.

Indien: Indien meldete am Sonntag mit 58'419 Neuinfektionen die niedrigste Tageszahl seit fast drei Monaten. Die berühmteste Sehenswürdigkeit, der Taj Mahal, ist nach zwei Monaten Corona-Zwangspause wieder geöffnet. Es dürfen täglich wieder 650 Besucher auf das Gelände des Unesco-Weltkulturerbes, wo an gut besuchten Tagen vor der Coronakrise um die 25'000 gewesen seien, sagte ein Sprecher. Die Gäste müssten dabei immer Masken tragen, Abstand halten, ihre Temperatur messen sowie ihre Hände desinfizieren lassen.

Ozeanien

Australien: Australien hat die Empfehlung für den Impfstoff von Astra-Zeneca weiter eingeschränkt. Aufgrund der Bedenken über Blutgerinnsel soll das Vakzin nur noch an Menschen über 60 Jahre verimpft werden, sagte Gesundheitsminister Greg Hunt am Donnerstag. Zuvor lag die Schwelle bei 50 Jahren.

Afrika

Etwa 90 Prozent der afrikanischen Staaten werden es nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht schaffen, wie geplant bis September mindestens zehn Prozent ihrer Einwohner zu impfen. Es fehlten zusätzlich 225 Millionen Impfdosen, sagte die WHO-Regionaldirektorin für Afrika, Matshidiso Moeti. Sie appellierte an Staaten, denen dies möglich sei, Impfdosen bereitzustellen. Aktuell gingen die Vakzin-Lagerbestände und -Lieferungen in Afrika zu Neige.

Führende Entwicklungsbanken aus den grössten Industrieländern (G7) haben Afrika in einer gemeinsamen Erklärung 80 Milliarden Dollar in den nächsten fünf Jahren zugesagt.

Südafrika: Das Land an der Südspitze des Kontinents steckt nach offiziellen Angaben zum dritten Mal in einer Coronawelle. Als Reaktion hat das Land erneut seine Restriktionen verschärft. Versammlungen sind beschränkt, wie auch der Alkoholverkauf und der nächtliche Ausgang restringiert sind.

Hier finden Sie Hilfe in der Coronazeit

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Corona beschäftigt uns alle. Unten finden Sie eine Liste mit Hotlines und Ratgebern rund um Corona.

BAG Infoline Coronavirus, Link öffnet in einem neuen Fenster: 058 463 00 00 (täglich 6 bis 23 Uhr)

BAG Infoline Corona-Impfung, Link öffnet in einem neuen Fenster: 058 377 88 92 (täglich 6 bis 23 Uhr)

Dureschnufe, Link öffnet in einem neuen Fenster: Plattform für psychische Gesundheit rund um das neue Coronavirus

Angst und Panikhilfe Schweiz, Link öffnet in einem neuen Fenster, Hotline: 0848 801 109 (10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr)

Eltern-Notruf Schweiz, Link öffnet in einem neuen Fenster, Hotline: 0848 35 45 55 (24x7)

Pro Juventute, Link öffnet in einem neuen Fenster, Hotline für Kinder- und Jugendliche: 147 (24x7)

Schweizer Sorgen-Telefon, Link öffnet in einem neuen Fenster: 143 (24x7)

Suchthilfe Schweiz, Link öffnet in einem neuen Fenster: Hotline für Jugendliche im Lockdown 0800 104 104 (Di. bis Do. 9 bis 12 Uhr)

Branchenhilfe.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster: Ratgeberportal für Corona betroffene Wirtschaftszweige

SRF 1, Tagesschau, 19.6.2021, 19:30 Uhr;

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