Das waren die Medienkonferenzen zum Iran-Abkommen im Liveticker

Nach zähen Verhandlungen konnten die Verhandler in Wien eine Einigung erzielen und den 13 Jahre lang andauernden Streit beilegen. Die Erklärungen und Reaktionen der Beteiligten zum Nachlesen im Liveticker.

Die Medienkonferenz zur historischen Einigung

  • Verhandlungspartner haben nach jahrelangen Atomverhandlungen eine Einigung erzielt.
  • Mit dem Abkommen soll der Bau einer iranischen Atombombe unmöglich werden.
  • Im Gegenzug werden die Wirtschaftssanktionen des Westens schrittweise aufgehoben.
  • Beide Seiten bezeichnen die Vereinbarung als historisch und Beginn einer neuen Ära. Sie sei geeignet, zu einer Stabilisierung des Nahen Ostens beizutragen.
  • US-Präsident Obama droht bei Störfeuern gegen das Abkommen aus dem Kongress mit dem Veto.
Der Ticker ist abgeschlossen.
  • 14 :06

    Für alle Direktbeteiligten «ein historischer Tag»

    Das waren die ersten Kommentare der beteiligten Parteien. Sie fallen durchwegs höchst positiv aus. Von einem «historischen Tag» sprachen die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini und Irans Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif in einer gemeinsamen Erklärung. Die Vereinbarung schaffe die Voraussetzungen für Vertrauen und ein neues Kapitel in den gegenseitigen Beziehungen. Irans Präsident Rohani versprach, die Vereinbarung einzuhalten, wenn dies auch die übrige Welt tue. US-Präsident Barack Obama droht für den Fall von Störfeuern aus dem Kongress, die Vereinbarung mit seinem Veto zu verteidigen. Damit beschliessen wir unsere Berichterstattung im Liveticker. Die Reaktionen aus aller Welt finden Sie hier.

  • 13 :58

    Der russische Aussenminister Sergei Lawrow bezeichnet die Vereinbarung als Erfolg: «Sie steht in völliger Übereinstimmung mit den Zielen der russischen Politik», sagt Lawrow. Insbesondere beträfe dies das Recht Irans zur friedlichen Nutzung der Atomkraft inklusive der Urananreicherung.

  • 13 :47

    Ein Versprechen aus Teheran

    Präsident Hassan Rohani: «Wenn sich die Weltmächte an die Vereinbarung halten, wird dies auch der Iran tun.»

  • 13 :44

    Kerry: «Die USA werden ihre wichtigsten Verbündeten und Partner im Nahen Osten weiterhin unterstützen und sich gegen iranische Handlungen stellen, die die Region destabilisieren.»

  • 13 :42

    Steinmeier: «Vielleicht setzen wir mit dieser Vereinbarung ein Signal der Hoffnung den Kräften des Chaos im Mittleren Osten entgegen.»

  • 13 :38

    Steinmeier kontert Kritik aus Israel

    In Wien äussert sich der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier zur heftigen Kritik aus Israel: «Ich bin mir sicher, dass wir auch in Israel überzeugen können mit dem Abkommen, wenn es denn im Detail tatsächlich auch bekannt wird.» Mit der Vereinbarung werde ein iranischer Griff nach der Atombombe auf absehbare Zeit verlässlich und nachprüfbar ausgeschlossen, so Steinmeier.

  • 13 :36

    Rohani: «Das Abkommen schützt die iranischen Errungenschaften in der Nukleartechnologie und beseitigt die illegalen Sanktionen.»

  • 13 :34

    Obama: «Das Abkommen macht Iran und die Welt sicherer.»

  • 13 :33

    Rohani: «Die iranische Wirtschaft ist selbst während der internationalen Sanktionen gewachsen.»

  • 13 :32

    US-Aussenminister John Kerry sagt bei einer Medienkonferenz in Wien, das Abkommen sei jene Einigung, die man angestrebt habe.

  • 13 :29

    Rohani: «Wir wollten keine Almosen, sondern faire Win-Win-Verhandlungen.» Das nun erzielte Abkommen sei der Start in eine neue Ära, so der iranische Präsident weiter.

  • 13 :27

    Irans Präsident Rohani spricht

    In Teheran äussert sich derzeit Präsident Hassan Rohani zum Atomabkommen mit den Weltmächten. Nach 23 Monaten des Verhandelns sei mit dem Abkommen ein Wendepunkt erreicht, sagte er im iranischen Fernsehen.

  • 13 :23

    Obama droht Kongress mit Veto

    US-Präsident Barack Obama kündigt an, gegen jeglichen Parlamentsbeschlüsse das Veto einzulegen, die das Iran-Abkommen verhindern würden.

  • 13 :21

    Obama: «Sanktionen bezüglich Menschenrechtsverletzungen werden aufrechterhalten.»

  • 13 :19

    Obama: «Keine Vereinbarung hiesse keine Beschränkungen des iranischen Atomprogramms.» Ein solches Szenario gäbe anderen Ländern in der Region Anlass, selbst Nuklearprogramme zu verfolgen, so der US-Präsident weiter.

  • 13 :16

    Obama: «Sollte Iran gegen die Vereinbarung verstossen, wird die Aufhebung der Sanktionen rückgängig gemacht.

  • 13 :14

    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

    Obama: «Die Vereinbarung basiert nicht auf Vertrauen, sondern auf Kontrollen.»

  • 13 :12

    Bereits vor seinem Aussenminister hat sich US-Präsident Barack Obama geäussert. Iran seien mit der Vereinbarung jegliche Wege zur Produktion von Atomwaffen verbaut, sagte Obama.

  • 13 :03

    Sarif: «Die Vereinbarung hilft, Vertrauen zu bilden.»

  • 12 :59

    Sarif: «Die Verhandlungspartner haben sich verpflichtet, die Umsetzung der Vereinbarung sicherzustellen.»

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Heftiger Protest aus Israel

    Aus Tagesschau vom 14.7.2015

    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist empört über die Einigung mit dem Iran. Das Land sei eine grosse Gefahr für Israel. Einschätzungen von SRF-Sonderkorrespondent Ben Huwyler in Tel Aviv.

  • Atom-Abkommen mit Iran

    Aus Tagesschau vom 14.7.2015

    Die Gespräche zwischen dem Iran und den UNO-Vetomächten plus Deutschland sind abgeschlossen. Nach 13 Jahren Verhandlungen hat man sich nun geeinigt. Einschätzungen von SRF-Korrespondent Peter Düggeli in Washington.