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International Die Angst der US-Bevölkerung vor einem neuen Krieg

Obamas Ankündigung, weiteres Militärpersonal in den Irak zu entsenden und nötigenfalls auch militärisch einzuschreiten, haben in den USA viele Menschen mit Besorgnis zur Kenntnis genommen. Sie befürchten, dass die Vereinigten Staaten in einen neuen Krieg hineingezogen werden könnten.

US-Soldaten
Legende: Sollen nicht losschlagen, sondern nur beraten: US-Militär soll in den Irak geschickt werden. Keystone

Die Krise im Irak beschäftigt auch die Menschen in der US-Hauptstadt Washington. Präsident Barack Obama stehe vor schwierigen Entscheidungen, sagt ein Passant.

Er findet es gut, dass Obama nun zuerst mal 300 Militärberater in den Irak schickt und nicht einfach losschlägt: Noch mehr Soldaten zu schicken, das könnte den Mittleren Osten destabilisieren, glaubt der Mann. Man müsse nur an Syrien, Iran oder Saudi-Arabien denken.

Mehrheit der US-Bevölkerung ist gegen Einsatz

Ähnlich sieht das auch Brian, der soeben aus einem Fastfood-Restaurant kommt: Die Fehler seien eh schon gemacht worden, sagt er. Nun seien die USA verpflichtet, den Irakern zu helfen, aber so, dass die Amerikaner nicht schon wieder jahrelang im Irak sein müssten.

Die Lage in den Griff bekommen, ohne viel Blut zu vergiessen – das ist auch für die Amerikaner ausserhalb der Hauptstadt der beste Plan. Gemäss einer neuen Umfrage sind knapp drei Viertel aller Befragten gegen einen neuen Einsatz amerikanischer Soldaten im Irak.

Politiker uneins

Genug von den Kriegen haben auch viele Politiker. Die demokratische Minderheitsführerin im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, mahnte den Präsidenten am Donnerstag zur Vorsicht, als der Einsatz der Militärberater bekannt wurde. Die Zahl der am Boden stationierten Soldaten habe jeweils die Tendenz zu steigen, befürchtet sie.

Die Republikaner haben sich seit den Zeiten von Präsident George W. Bush ebenfalls gewandelt. Die Teaparty-Vertreter und der libertäre Flügel der Partei schauen heute stärker aufs Geld und wollen keine Milliarden für Kriegsabenteuer mehr ausgeben.

Nur schlechte Optionen zur Auswahl

Umso lauter äussern sich jene Republikaner, die stärker intervenieren wollen: «300 Militärberater machen keinen Unterschied», sagte Senator Saxby Chambliss gegenüber CNN. Die Frage, ob er denn Luftangriffe oder Bodentruppen wolle, beantwortete der Republikaner nicht: Der Präsident habe genug Berater, da brauche es ihn nicht auch noch.

Ähnlich hilflos agiert auch Senator John McCain, der Präsidentschaftskandidat der Republikaner von 2008. Auch er kritisiert Obama heftig. Doch bessere Ideen als der Präsident hat auch er nicht, wie McCain offen zugibt. Alle Aktionen hätten ihre Nachteile. Es gebe im Moment nur schlechte Optionen. Zumindest in dem Punkt würde ihm selbst sein Widersacher Obama zustimmen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von A.Huber, Hannover
    @A:Weiss: Vielen Dank für Ihre Ihre Kritik. Je nach Einsatzort würden bei Ihrem Beispiel nur Militärberater eingesetzt, welche per Vertrag dies nicht zulassen dürfen oder keine Angehörigen haben.Suchen Sie unter Academi,Halliburtun,Blackwater,Navy Seals,Green Berets usw.Die Belege finden Sie unter den Stichwörtern im öffentlichen NETZ.Aktuell ist die "Welt" so, wie es uns gezeigt wird.Zur Wahrheit gehören immer zwei: einer, der sie sagt, und einer, der sie versteht.Il en faut deux pour dire...
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  • Kommentar von A.Huber, Hannover
    Militärberater sind aktive oder ehemalige Angehörige von Streitkräften, die von ihrem meist staatlichen Auftraggeber in andere Länder geschickt werden, um dort militärische oder paramilitärische Einheiten auszubilden, Kommandeure oder Militärpolitiker zu beraten, oder auch mittelbar! an Kampfhandlungen! teilzunehmen! (Quelle Wikipedia) Ach so... jetzt nennen wir unsere besten Spezialtruppen einfach mal Millitärberater. Hört sich ja nicht so schlimm an.Putin wird auch bald Millitärberater ...
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    1. Antwort von Arnold Weiss, Luzern
      Konkrete Belege für Ihre Anschuldigungen? Ich bezweifle dass diese Militärberater wirklich Kampftruppen sind. Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Ein oder zwei "Militärberater" sterben bei Kampfhandlungen und haben eine Kugel im Kopf. Dies muss das Militär nun der Familie melden, denn die Kampftruppen haben auch Eltern. Diese gehen dann an die Presse und erzählen es Freunden. Und 1,2,3: Schon wäre die Sache mit Ihren getarnten Kampftruppen aufgeflogen, die ganze Welt wüsste es!!
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    2. Antwort von Florian Menevis, Zollikon
      Das "Militärberater" ein euphemistischer Begriff ist und es sich dabei durchaus um aktiv kämpfende Soldaten handeln kann ist historisch hinlänglich bekannt und belegt. Z.B. waren im Vietnamkrieg zeitweise über 16'000 sog. Militärberater aktiv, und an Kampfhandlungen beteiligt.
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