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International Die Griechen räumen ihre Konten leer

Aus Angst vor dem Staatsbankrott heben Griechenlands Bürger immer mehr Geld von ihren Konten ab – seit November 2014 insgesamt mehr als 20 Milliarden Euro. Die Bankeinlagen sind damit auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Schuldenkrise.

Das Damoklesschwert der Staatspleite schwebt über den Köpfen der griechischen Bürger – und die Furcht vor der Zukunft ist so gross, dass immer mehr Griechen ihre Bankkonten plündern, um ihr Geld daheim zu verstecken.

Etwa zehn Milliarden Euro befinden sich laut der konservativen Zeitung «Kathimerini» in «Truhen, Safes oder unter den Matratzen» in den Häusern. Weitere sechs Milliarden Euro seien in ausländische Wertpapiere investiert worden, rund vier Milliarden Euro lägen zusätzlichauf Konten im Ausland. Banken in Athen lassen verlauten, dass damit die Einlagen auf den niedrigsten Stand seit dem Ausbruch der schweren Schuldenkrise gefallen sind.

Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras.
Legende: Die Beteuerungen von Alexis Tsipras, die Bankeneinlagen seien sicher, kommen bei den Bürgern nicht an. Keystone

Und die Konten schrumpfen unaufhaltsam weiter: Wie ein hoher Bankangestellter der Deutschen Presseagentur sagte, werden derzeit täglich 200 bis 300 Millionen Euro abgehoben.

Dagegen kann offenbar auch das Versprechen von Regierungschef Alexis Tsipras wenig ausrichten: Er beteuerte in der Vergangenheit immer wieder, dass die Einlagen der Bürger bei Banken absolut sicher seien.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Jan der Österreicher, 2540 Grenchen
    Bei zehn Millionen Einwohner sind das 2000 Euro pro Einwohner innerhalb von ca. drei Monaten. Mit Weihnachten dazwischen. Wenn man oft mit Bargeld einkauft statt Kreditkarte, ist dies keine gefährliche Summe. Für meine Begriffe. Ob allerdings bei all diesen Einkäufen auch die MwSt. registriert wird? Hier dürfte unter Umständen ein Problem bestehen...
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    1. Antwort von Gerard Maas, Mainz
      Waren Sie schon einmal in Griechenland ... und haben hinter die Kulissen geschaut ? Erinnere mich da an einen Vorfall an der Akropolis: Auf der Rückseite befindet sich ein Bauaufzug, den ich mir betrachten wollte. Als ich näher kam, stürzten 4 (vier) Wachfrauen heraus, die sich darin den Staatsposten aufteilten. Nun ja, zusätzlich zu dieser Überversorgung steht es um die Steuerzahlungen eher mies. DA ZAHLT NIEMAND STEUERN!
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  • Kommentar von D.Leibundgut, Muri
    Für die Griechische Bevölkerung ist es schon sehr schlimm das Versuchskaninchen für das was kommen soll sein zu müssen. Nämmlich den Staatsbankrott. Dieser wird sich vielleicht schon schneller als wir denken auf viele weitere Länder in Europa ausdehnen(Italien, Spanien, Portugal, Frankreich etc.....). Und was wird dan sein? Der Euro bricht zusammen. Die neue Weltordnung lässt Grüssen.
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  • Kommentar von Hans Knecht, Torny
    Wenn ich Grieche wäre würde ich das selbe tun. Wer weis ob nicht jemand wie im Beispiel Zypern auf die Idee kommt und alles Vermögen über 1'000 Euro konfisziert werden soll. Die Glaubwürdigkeit der EU-Politik ist leider bei Null trotz schönen Worten.
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