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Indiskretion im Weissen Haus Die Rache der Geheimdienste

USA-Korrespondentin Priscilla Imboden sieht im neusten Leak aus dem Weissen Haus das Resultat von Donald Trumps Kampf gegen seine Geheimdienste.

Legende: Audio Hat US-Präsident Trump vertrauliche Informationen weitergegeben? abspielen. Laufzeit 01:43 Minuten.
01:43 min, aus HeuteMorgen vom 15.05.2017.

Wieder hat jemand aus den US-Geheimdiensten Interna über den US-Präsidenten oder sein Umfeld an die Medien gesteckt. Diesmal geht es darum, dass Donald Trump dem russischen Aussenminister vertrauliche Informationen mitgegeben haben soll. Vorher ging es um seinen damaligen Sicherheitsberater Michael Flynn, der unter Eid gelogen hatte, darüber, was er mit dem russischen Botschafter besprochen hatte. Flynn musste gehen.

Auch Trumps Justizminister Jeff Sessions geriet unter Druck, nachdem Geheimdienstmitarbeitende den Medien erzählten, wie oft er sich in der Übergangszeit mit dem russischen Botschafter getroffen hatte. Sessions musste bei den Ermittlungen gegen das Umfeld von Donald Trump wegen Kontakten mit Russland im US-Präsidentschafts-Wahlkampf in den Ausstand treten.

Donald Trump hat sich mit dem Staat im Staat angelegt, wie es kein Präsident vor ihm gewagt hat. Das rächt sich nun.
Autor: Priscilla ImbodenSRF-USA-Korrespondentin

Das alles hat eine Vorgeschichte. Donald Trump hat die US-Geheimdienste beschuldigt, falsche Informationen über Saddam Hussein und seinen angeblichen Besitz von Massenvernichtungswaffen verbreitet zu haben. Das ist wahr. Dennoch begründeten die USA ihren Angriff auf den Irak damit.

Und Donald Trump zog die Schlussfolgerung der Geheimdienste im Dezember in Zweifel, dass Russland mit Hackerangriffen in die US-Wahlen eingegriffen habe, um ihn zu unterstützen. Dazu ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Sicher ist aber: Donald Trump hat sich mit dem Staat im Staat angelegt, wie es kein Präsident vor ihm gewagt hat. Das rächt sich nun.

Priscilla Imboden

Priscilla Imboden

Priscilla Imboden ist schweizerisch-amerikanische Doppelbürgerin und war vier Jahre lang als USA-Korrespondentin für SRF tätig, bevor sie zur Bundeshausredaktion von Radio SRF stiess. Davor arbeitete sie bereits während acht Jahren in der Wirtschaftsredaktion von Radio SRF in Bern.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Wenn Trump zurücktreten muss oder er vielleicht sogar selbst aufgibt, was wirklich geschehen ist wissen wir gar nicht so genau, dann wird Clinton die Nachfolgerin. Auch sehr merkwürdig, dass gerade in diesem heiklen Moment sie sich so zu Wort meldet. Dann sind wenigstens die glücklich, die sich das so wünschen. Es gab und gibt nur Pest oder Cholera. Aber unter diesen Machtkämpfen geht es so nicht weiter.
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    1. Antwort von Karl Kirchhoff (Charly)
      Wäre nicht Pence der Nachfolger?? Glaube nicht, das seine Tochter ihn bewegen kann, aufzugeben. Nur ein Vergehen oder die Gesundheit kann den Supertrump stoppen.
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    2. Antwort von Michel Koller (Mica)
      Fällt ein Präsident aus, stirbt oder muss zurücktreten, übernimmt der Vize Präsident und nicht der unterlegene Präsidentschaftskandidat. Es gibt kein Szenario, in dem Clinton die Präsidentschaft übernehmen könnte ohne eine erneute Wahl zu gewinnen.
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  • Kommentar von Niklaus Bächler (quod erat demonstrandum)
    Trump wird fallen... hoffentlich sehr bald. Der Mann ist eine Zumutung ...
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Höchste Zeit dass in diesen selbstherrlichen Sauladen der Geheimdienste Ordnung und scharfe innerstaatliche Kontrolle kommt - da muss man gar nicht in die USA sehen, selbst in unserer kleinen CH haben wir doch auch so einen Fall wo die Linke nicht weiss was die Rechte macht und darf - was heisst da Rache -eine bodenlose Frechheit so gegen einen gewählten Präsidenten vor gehen zu wollen -alle fristlos in die Wüste schicken. Die Welt ist am Anschlag -da braucht es wieder Charakter u. Ehrlichkeit.
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