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Drohender Verkehrsinfarkt Singapur lässt keine neuen Autos mehr zu

Menschen überqueren in Singapur eine Strasse.
Legende: Zu Fuss oder mit dem Bus: In Zukunft müssen sich die Bewohner Singapurs auf alternative Verkehrsmittel verlassen. Reuters
  • Platz ist in Singapur knapp und entsprechend teuer.
  • Knapp 35'000 Franken mussten letztes Jahr für Neuwagen-Bewilligungen berappt werden. Diese werden jährlich versteigert.
  • Bis anhin liess man so die Autozahl jährlich um maximal 0,5 Prozent wachsen.

Doch damit ist nun Schluss, wie die Regierung um Premierminister Lee Hsien Loong mitteilte. Die prekären Platzverhältnisse im Stadtstaat führen nun zu einem kompletten Stopp bei den Neuzulassungen. Denn wer in Singapur ein Auto kaufen will, muss dafür eine behördliche Bewilligung vorlegen. Und diese werden nun nicht mehr ausgegeben.

In Singapur gibt es lediglich 0,1 Fahrzeuge pro Einwohner. Die Schweiz kommt zum Vergleich auf 0,7. Jedoch ist die Schweiz deutlich weniger dicht besiedelt. Hierzulande leben 203 Einwohner auf einem Quadratkilometer, in Singapur sind es 7800.

Die Regierung erhofft sich durch diesen Schritt, dass die Bevölkerung auf andere Verkehrsmittel umsteigt.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Heidy Rüegg (heidy70)
    Wenn nur noch bar bezahlte Autos gefahren werden dürften, hätte es genug Platz auf den Strassen. Und viele Menschen hätten keine Schulden
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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Schön, dass auch andere Länder nur Pflästerlipolitik bertreiben, statt die Ursache zu bekämpfen. Und die heisste Wachstum. Bevölkerungswachstum und Wirtschaftswachstum. Das ist der Krebs der Menschheit. Und er ist heilbar. Wenn man nur will und nicht zu dumm ist, ihn zu tabuisieren!
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    1. Antwort von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
      Wollen Sie jetzt Leute in Singapur umbringen oder sie nur arm halten? Natürlich wollen auch Singapurer immer mehr haben. Das ist ihr gutes Recht. Und die Bevölkerung muss nicht wachsen, die ist dort schon so hoch.
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    2. Antwort von A. Zuckermann (azu)
      Ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum würde auch den Bevölkerungswachstum reduzieren sowie auch die Migrationsströme beruhigen, da bin ich überzeugt. Dazu braucht es kein Eco-Pop + Abschotungs-Zeugs. Wir sollten die Transformation vom profitgeilen Neoliberalismus hin zu einem sozialen, ökologisch nachhaltigen, friedlich und fairen Wirtschaftssystem machen. Weltweit! Dann werden sich einige Situationen entspannen.
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    3. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      Herrje... an solche unterstellenden unterirdischen Bemerkungen habe ich mich schon gewöhnt. Sie bedürfen keines weiteren Kommentares.
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  • Kommentar von Thomas Leu (tleu)
    Statt weiter unsere einst schöne Schweiz mit landfressenden Strasseninfrastrukturen zuzubetonieren, ist es höchste Zeit, dass wir weiterdenken, und uns überlegen ob wir nicht auch in eine andere Richtung weiterdenken sollten. Versteigerung von Autolizenzen ist eine Möglichkeit. Deren Erlös könnte in intelligente zukunftsträchtige Verkehrssysteme investiert werden. Stichworte: Cargo sous Terrain, effizienterer öffentlicher Verkehr, Prämien für Pendler, die vom Auto auf den ÖV umsteigen, etc.
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    1. Antwort von A. Moser (AM)
      Versteigerung von Autolizenzen? Hmmm... dann werden wohl nur noch die oberen 10000 ein Auto fahren können - genau die, die wohl am wenigsten darauf angewiesen sind. Aber haben sie auch schon mal was davon gehört, dass es Menschen gibt, die auf dem Land wohnen, an Orten wo es kaum oder gar keinen ÖV gibt? Und dass ein Grossteil unserer KMU den Laden schlichweg dichtmachen könnten ohne Auto? Wenn, dann müsste es in Richtung "Autofreie Städte und Vororte" gehen - dort wo alle paar Min ein ÖV fährt.
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    2. Antwort von Thomas Leu (tleu)
      @ A. Moser: Wer das Auto dringend braucht, weil er damit viel Geld verdient, der wird auch bereit sein, etwas für eine Lizenz zu bezahlen. Wenn die “oberen“ kein Auto brauchen, wie sie schreiben, dann werden die ja auch keine Lizenz kaufen. Wie gesagt, es gibt auch andere Lösungen. Wir können einfach nicht so weiterbetonieren und asphaltieren wie bisher; das hat ja bis jetzt auch keine Entlastung gebracht; das Gegenteil ist wahr.
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    3. Antwort von Werner Christmann (chrischi1)
      Versteigerung von Einwanderungslizenzen wäre da wohl nachhaltiger.
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    4. Antwort von Thomas Leu (tleu)
      @ Werner Christmann: Das eine tun und das andere nicht lassen.
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    5. Antwort von Thomi Capelli (thomicapelli)
      Dann waeren sie also bereit fuer ein Kilo Aepfel 43 Franken zu bezahlen und Ihren woechentlichen Einkauf mit der Tuete von der Migros heim zu schleppen ja?
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