Dutzende Tote bei Maoisten-Angriff in Indien

Bei einem Angriff maoistischer Rebellen sind mindestens 24 Menschen getötet worden, darunter auch zwei hochrangige Politiker der Kongress-Partei. Es sind die schwersten Attacken seit drei Jahren.

Rund 250 Aufständische hätten einen Autokonvoi mit Politikern und Anhängern der Kongress-Partei im zentralindischen Bundesstaat Chhattisgarh angegriffen, sagte ein Polizeisprecher.

Unter den Toten seien der Kongress-Chef des Bundesstaates und ein prominenter Funktionär. Dieser hatte eine militante Bewegung namens Salva Judum gegen die Maoisten in deren Hochburg Chhattisgarh gegründet.

Premierminister Manmohan Singh an einem Krankenbett.

Bildlegende: Premierminister Manmohan Singh (rechts) besucht die Verletzten des Angriffs. Keystone

Opfer sind «Märtyrer der Demokratie»

Mehr als 30 Menschen seien in dem Hinterhalt verletzt worden, darunter ein früherer Bundesminister. Die Politiker waren auf dem Rückweg von einer Kundgebung gewesen, als die Maoisten den Konvoi beschossen und einen Sprengsatz gezündet hatten.

Bei einem Besuch von Verletzten in Raipur verurteilte Premierminister Manmohan Singh die Tat. «Diejenigen, die in diesem barbarischen Angriff ihr Leben verloren haben, sind Märtyrer der Demokratie», schrieb Singh im Kurznachrichtendienst Twitter. Der Vorfall solle als Ansport für den Kampf gegen Extremismus und Gewalt dienen.