Dutzende Tote nach Unwettern in China

Heftige Regenfälle haben im Südwesten Chinas erneut zu Erdrutschen und Überschwemmungen geführt. Die Behörden meldeten 28 Todesopfer. 66 Personen werden vermisst.

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Überschwemmungen in China: Zahl der Toten steigt

0:10 min, vom 11.7.2013

Bei erneuten Erdrutschen nach heftigen Regenfällen sind im Südwesten Chinas mindestens neun Menschen getötet worden. Die Zahl der Toten seit den Unwettern vom Wochenende steigt damit auf 28. Noch 66 Personen werden vermisst.

Die Geröllmassen haben Häuser und Brücken zerstört und mehrere Dörfer von der Aussenwelt abgeschnitten. Die Bergungsarbeiten laufen auf Hochtouren. Dies teilte die Regierung der Provinz Sichuan mit.

Mann steht vor seinem Haus, das inmitten der Fluten steht.

Bildlegende: Sekunden später wird das Haus dieses Mannes in den Fluten untergehen. SRF

Drei Millionen Betroffene

Allein bei einem Erdrutsch in Sichuan seien zwölf Menschen getötet worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Insgesamt sind nach Ministeriumsangaben mehr als drei Millionen Menschen von den Unwettern betroffen.

Die bergige Provinz wird in der Regensaison häufig von Erdrutschen heimgesucht, aber auch regelmässig von Erdbeben erschüttert. Bei einem der schlimmsten Beben in der Geschichte Chinas wurden im Jahr 2008 mehr als 87'000 Menschen getötet.