Ebola ist in Mali keine Epidemie mehr

Während 42 Tagen hat sich im Land niemand mehr mit Ebola angesteckt. Damit ist das Land offiziell Ebola-frei. Auch in andern Ländern gehen die Ansteckungen zurück.

Reisende beladen einen Kleinbus für die Fahrt nach Bamako

Bildlegende: In Mali kehrt langsam wieder Normalität ein: Passagiere vor einem Bus nach Bamako Reuters

Während 42 Tagen sind den Behörden in Mali keine Erkrankungen an Ebola mehr gemeldet worden. Damit sei die Epidemie im Land offiziell zu Ende, erklärte der malische Gesundheitsminister.

Die Inkubationszeit des Ebola-Virus beträgt 21 Tage. Zwei Inkubationsperioden ohne neue Fälle von Ebola sind nötig, damit ein Land als von der Epidemie befreit betrachtet werden kann.

UNO bestätigt Epidemie-Ende

Der für die Bekämpfung von Ebola in Mali zuständige UNO-Vertreter Fall bestätigte das Ende der Epidemie. In Mali sind sieben Menschen an Ebola gestorben. Das Land war damit vergleichsweise wenig betroffen von der Krankheit.

Nach jüngsten Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind insgesamt mehr als 8400 Menschen an Ebola gestorben, knapp 21'300 Menschen infizierten sich.

Karte von Mali

Bildlegende: Im Vergleich zu den Ebola-Zentren Liberia, Sierra Leone und Guinea war Mali von der Epidemie nur am Rande betroffen. SRF

«Kampf noch nicht zu Ende»

Am stärksten betroffen von der jüngsten Epidemie sind die westafrikanischen Länder Sierra Leone, Liberia, und Guinea. Die meisten Neuansteckungen waren zuletzt aus Sierra Leone gemeldet worden.

Die Weltgesundheitsorganisation teilte mit, dass auch dort die Zahl der Neuinfektionen deutlich zurückgehe. Das sei zwar ein «erstes optimistisches Signal», sagte ein WHO-Sprecher. Es bedeute aber noch nicht, «dass der Kampf vorbei ist».