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International Ehemaliger Chefredaktor der Watergate-Recherchen verstorben

Ben Bradlee überwachte zur Zeit des Watergate-Skandals als Chefredaktor der «Washington Post» die Berichterstattung. Er verstarb 93-jährig in Washington.

Ben Bradlee erhielt von US-Präsident Barack Obama die Freiheitsmedaille.
Legende: Ben Bradlee erhielt von US-Präsident Barack Obama die Freiheitsmedaille. Keystone/Archiv
Legende: Video Ben Bradlee ist verstorben abspielen. Laufzeit 1:08 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 22.10.2014.

Der zur Zeit des Watergate-Skandals verantwortliche Chefredaktor der «Washington Post», Ben Bradlee, ist tot. Bradlee sei am Dienstag mit 93 Jahren in seinem Haus in Washington eines natürlichen Todes gestorben, berichtete die Zeitung auf ihrer Internetseite. Bradlee überwachte als Chefredaktor die Enthüllungen rund um die Watergate-Affäre, die den damaligen US-Präsidenten Richard Nixon 1974 zum Rücktritt zwang.

Begonnen hatte die Affäre, als fünf Männer in die Wahlkampfzentrale der Demokraten einbrachen, um sie zu verwanzen. Ihre Spur führte bis zum Präsidenten selbst. Die beiden Reporter Carl Bernstein und Bob Woodward deckten mit Hilfe einer «Deep Throat» genannten Informationsquelle die Vertuschungsmanöver Nixons auf. Die Zeitung war für ihre Berichterstattung rund um den Skandal mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet worden.

US-Präsident Barack Obama hatte Bradlee vor gut einem Jahr mit der Freiheitsmedaille ausgezeichnet, der höchsten zivilen Auszeichnung der Vereinigten Staaten.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Ich war damals zwar noch blutjung, aber ich erinnere mich auch deshalb so gut ans ganze Watergate-Theater, weil es zum Bruch einer Freundschaft führte - wir teilten da nicht die gleiche Meinung. Natürlich war dieser Einbruch illegal, um es noch freundlich auszudrücken, aber Nixon hätte die Präsi-Wahl auch ohne diesen deutlich gewonnen. Es ging auch darum, ihn wegzuboxen, weil er für gewisse Kreise nicht so wie vorgesehen spurte. Der Abzug der US-Truppen aus Vietnam genügte nicht.
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  • Kommentar von Susanne Lüscher, Gossau
    Schon ein ironisches Bild mit Obama und Bradlee. Unter Bush wurde die Pressefreiheit (was das weisse Haus anbelangt) eingeschränkt, unter Obama existiert sie gar nicht mehr. Obama hat NDAA unterzeichnet: Da wurde Militärrecht ausgeweitet, danach hat die Arme das Recht amerikanische Bürger und Ausländer auf Verdacht zeitlich unbegrenzt zu inhaftieren, wobei im Bedarfsfall gleichzeitig sowohl das Straf- als auch das Zivilrecht außer Kraft gesetzt werden dürfen (sprich kein Anwalt, kein Verfahren).
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