Zugunglück in Luxemburg Ein Toter nach Kollision zweier Züge

Beim Zusammenstoss eines Güterzugs und eines Passagierzugs ist ein Lokführer ums Leben gekommen. Der andere Lokführer wurde schwer verletzt.

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Toter bei Zugskollision

0:51 min, aus 10vor10 vom 14.2.2017

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kollision ereignete sich am Dienstag kurz vor 9 Uhr in Luxemburg, nahe der französischen Grenze wegen einem überfahrenen Haltesignal.
  • Der Lokführer des Passagierzugs konnte nur noch tot geborgen werden.
  • Der Zugführer des Güterzuges sowie eine Zugbegleiterin wurden verletzt.
  • Zum Zeitpunkt des Unglücks sassen keine Passagiere im Personenzug.

Der aus Frankreich kommende Güterzug stiess im luxemburgischen Düdelingen mit dem Passagierzug zusammen, der in Richtung Thionville unterwegs war. Der Lokführer des Güterzugs konnte sein Leben retten, weil er in den hinteren Teil der Lokomotive gerannt war. Er wurde aber schwer verletzt, erklärte der luxemburgische Verkehrsminister François Bausch. Eine Zugebegleiterin kam mit leichten Verletzungen davon.

Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Untersuchung des Unglücks an. Nach ersten Erkenntnissen der staatlichen Eisenbahngesellschaft CFL hatte der luxemburgische Zug ein Haltesignal ignoriert und war weitergefahren.

Ersatzbusse für Pendler

Die Bahnstrecke wurde für zunächst für 48 Stunden gesperrt. Mehr als hundert Polizei- und Rettungskräfte standen im Einsatz. Für Pendler aus der nordostfranzösischen Region Lothringen wurden Busse als Bahnersatz eingesetzt. Rund 80'000 Menschen aus der Region arbeiten in Luxemburg.