«Ein unbewaffneter Mann ist ein Sklave»

In den USA sind Tausende Menschen gegen ein schärferes Waffengesetz auf die Strassen gegangen – zahlreiche waren bewaffnet. Sie attackierten Obamas Pläne. Die Waffenlobby sieht ihre Rechte in Gefahr.

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Gegen schärfere Waffenkontrollen: Stimmen aus Austin, Atlanta...

Gegen schärfere Waffenkontrollen: Stimmen aus Austin, Atlanta und Phoenix (unkomm.)

In mehreren Städten kam es landesweit zu Protesten gegen die von der Regierung angestrebte Waffenrechtsreform.

Ein Mann mit einem Gewehr hält ein Transparent hoch: «Macht mich dieses Plakat verdächtig?»

Bildlegende: «Macht mich dieses Plakat verdächtig?» – Demonstrant mit einer AR-15 vor dem Capitol in Poenix, Arizona. Reuters

In Brooksville im Bundesstaat Florida gingen rund 1000 Menschen auf die Strasse und hielten Schilder mit Aufschriften wie «Bei der Waffenkontrolle geht es nicht um Waffen, sondern nur um Kontrolle» in die Höhe.

 Die Regierung Obama solle sich lieber um die Verschuldung als um den Besitz von Waffen kümmern, so der Tenor vielerorts.

Mehrere hundert Demonstranten versammelten sich in Phoenix im Bundestaat Arizona vor dem Capitol. Ein Mann hielt ein Transparent: «Ein bewaffneter Mann ist ein Bürger. Ein unbewaffneter Mann ist ein Sklave.»

«Gottgegebenes Recht»

Das Recht zum Tragen einer Waffe ist in den USA durch die Verfassung garantiert. Ein Mann in Austin, Texas, sagte: «Es ist das gottgegebenes Recht jeder Frau und jeden Mannes, sich selbst zu verteidigen. Keine Regierung darf sich da einmischen.»

Als Reaktion auf das jüngste Schulmassaker mit 20 Toten in Newtown hatte Präsident Barack Obama am Mittwoch seine Pläne zur Eindämmung der Waffengewalt vorgestellt.