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International Eine Abstimmung mit sehr klaren Fronten

Bleiben die Falklandinseln vor Argentinien britisch? Zu dieser Frage können sich die rund 2500 Inselbewohner an der Wahlurne äussern. Das Ergebnis steht schon so gut wie fest.

Legende: Video Streit um Falkland-Öl abspielen. Laufzeit 01:37 Minuten.
Aus Tagesschau vom 10.03.2013.

30 Jahre nach der britischen Militärintervention fernab von der Heimat entscheidet sich die Zukunft der Inseln in einem Urnengang.

Bei dem Referendum von heute Sonntag und Montag wird mit einem überwältigenden Ja zu Grossbritannien gerechnet. Erste Ergebnisse werden in der Nacht zum Dienstag erwartet.

Die Falklandinseln sind eine Inselgruppe im südlichen Atlantik. Sie gehören geografisch zu Südamerika. Die Inseln sind ein britisches Überseegebiet mit innerer Autonomie.

Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner hat bereits angekündigt, das Resultat der Volksabstimmung nicht anzuerkennen. Grossbritannien und Argentinien sind seit Jahrzehnten in einen Streit um die Zugehörigkeit des Gebiets verstrickt.

Jeep mit britischen Flaggen.
Legende: Seit 1833 werden die Falklandinseln von Argentinien beansprucht. Keystone

Nach dem Falkland-Krieg zwischen den Ländern war die Rhetorik 2012 wieder schärfer geworden. Die Falkländer entschlossen sich daraufhin, ein Referendum abzuhalten, um zu zeigen, dass sie weiter britisch bleiben wollen.
 

Im zweimonatigen Falkland-Krieg, der mit der argentinischen Kapitulation am 14. Juni 1982 endete, starben fast 650 Argentinier und fast 260 Briten.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Z.Zuckerhut, Waldshut
    Warum keine doppelte Staatsangehörigkeit.Wie z.B.in der Schweiz üblich?In der globalisierten Welt ist die Staatsangehörigkeit absolute Nebensache.Die Welt wird ohnehin von der globalen Wirtschaft ernährt und verwaltet.Staatsangehörigkeit?Ist doch ein alter Zopf.
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    1. Antwort von C. Schenk, Bern
      Weder das UK noch Argentinien sind an einer Doppelbürgerschaft interessiert. Die paar Hirten und Schafe interessiert Argentinien herzlich wenig. Hier geht's, wie so oft, um Öl. Die Lächerlichkeit der Argentinischen Forderungen spricht für sich selbst: Die Falklands sind sowohl kulturell, wie auch politisch durch und durch British. Der Schweiz käme es ja auch nicht in den Sinn, plötzlich die Kanalinseln zu beanspruchen, nur weil sie halt in der Nähe sind.
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    2. Antwort von Z.Zuckerhut, Waldshut
      @C.Schenk,Bern/Interessant!Und worin liegt das Interesse der Schweiz an den Doppel-Bürgerschaften?Das ist mir bis heute noch nie klar geworden.Was ist mit politischen Interessen(evtl.auch kultureller Identifikation),wenn man Bürger zweier (oder evtl.noch mehr)Länder ist?
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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Meine Kommentare wurden von der Netiquette gelöscht, weil SRF nicht richtig recherchiert, einmal mehr. Es sind genau 2563 Personen welche auf den Falklands leben, davon 2115 in der Hauptstadt Standley. Davon sind über 1640 Personen stimmberechtigt. Kein Kommentar, aber die Löschung dieses Kommentars meinerseits spricht Bände. Ich gehe somit davon aus, dass ich sorgfältiger recherchiere als SRF für die ich ein Haufen Gebühren entrichten muss.
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  • Kommentar von Luisito Vidella, Rapperswil
    In jeder Politik gibt es die Bösen. Diese Inseln haben den Status, eines Zollfreien Staates. Das heisst, eigentlich könnte man da Gelder bewegen wie auf der Isle of Man oder Singapure. Das ist der eigentliche Grund. Dazu können Europäer in diesen Gewässern so viel Fischen wie sie wollen. Viele sind so zu Wohlstand gekommen. Obwohl nur ca. 1000 Soldaten beteiligt,kamen zweitweise über 10000 argentinische Soldaten zu Veteranenrenten? Da gibts also Pesos fürs Politisieren. Öl ist reine Spek...
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    1. Antwort von A. Planta, Chur
      Massgebend ist, dass die Inselbewohner Britisch bleiben wollen. Alles Andere ist Zweitrangig.
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    2. Antwort von Urs Hutzli, F-30700 Uzès
      Es geht wohl eher darum, dass die Briten dort nichts zu suchen haben. Wer von ihnen unter argentinischer Administration leben möchte, soll ruhig bleiben. So einfach ist das ... weg mit Kolonien.
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    3. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @Urs Hutzli: J. Stump und ich haben schon früher bei Kommentaren über die Falklands erklärt, dass britische Walfänger und Schafzüchter schon auf den Inseln waren als Sie noch zum spanischen Kolonialreich gehörten und Argentinien damals noch gar nicht unabhängig war. Ausserdem hat Argentinien als selbsternannte Nachfolgerin von Spanien Patagonien erst am Ende des 19. Jahrhunderts unter General Roca von den Mapuches erobert und einen fürchterlichen Völkermord begangen.
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