Einschränkungen wegen Lotsenstreik in Frankreich

Der französische Lotsenstreik hat insbesondere an Pariser Flughäfen zu zahlreichen Flugausfällen oder -verspätungen geführt. Von den Einschränkungen waren aber auch Passagiere an anderen Airports im Land betroffen. Auch heute Montag gehen die Arbeitsniederlegungen weiter.

Der Flughafen von Nizza aus der Vogelperspektive.

Bildlegende: Französischen Medien zufolge ist auch der Flughafen von Nizza vom Streik betroffen. Reuters

Der Flugbetrieb an den Pariser Flughäfen ist durch einen Fluglotsenstreik stark beeinträchtigt worden.

Am Flughafen Orly fielen am Sonntag rund 50 Prozent der Flüge aus, am Flughafen Roissy-Charles de Gaulle waren rund 40 Prozent der 1400 Flüge verspätet. An anderen Flughäfen, darunter in Bordeaux, Lyon und Marseille, gab es ebenfalls Verspätungen, wie die jeweiligen Betreiber mitteilten.

Chaos in Orly

Besonders chaotisch war die Lage auf dem zweitgrössten Pariser Flughafen Orly. Bei vielen Flügen, die nicht komplett gestrichen worden waren, mussten die Passagiere stundenlange Verspätungen hinnehmen.

Vor den Schaltern der Fluggesellschaften bildeten sich lange Warteschlangen, viele Passagiere klagten über mangelnde Informationen. Da ein Grossteil der Streichungen Inlandsflüge betraf, entschieden sich einige Fluglinien, ihre Kunden per Bus an ihre Ziele zu bringen.

Arbeitsniederlegungen dauern an

Zum 48-stündigen Streik aufgerufen hatte die drittgrösste Fluglotsengewerkschaft Unsa-Icna. Mit dem Ausstand protestiert sie gegen Pläne für einen beschleunigten Stellenabbau in diesem Jahr sowie gegen mangelnde Investitionen bei der Flugkontrolle.

Die Streiks sollen heute Montag weitergehen. Die Luftfahrtbehörde DGAC rief die Fluggesellschaften auf, ein Drittel ihrer Flüge von Orly und Marseille vorsorglich zu streichen.