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International Entschärft Merkels Anruf bei Putin die Krim-Krise?

Das könnte der lang erhoffte Durchbruch sein: Die Staatschefs Russlands und Deutschlands besprachen via Telefon erstmals die aktuelle Krisensituation.

Angela Merkel.
Legende: Merkel und Putin wird seit jeher ein guter Draht nachgesagt. In Zeiten der Krise könnte diese Verbindung viel wert sein. Keystone

Der russische Präsident Wladimir Putin und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel haben sich für weitere Kontakte im Ukraine-Konflikt ausgesprochen. Sie hätten sich bei dem Telefonat auf Merkels Initiative hin zufrieden gezeigt, dass die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ihre Beobachtermission in der Ukraine begonnen habe.

In dem Gespräch sei es zudem um die Situation nach der Eingliederung der Schwarzmeerhalbinsel Krim in russisches Staatsgebiet gegangen, hiess es in der Erklärung der russischen Präsidentschaft weiter.

Weitere Kontakte auf Expertenebene

Die OSZE hatte am Freitag die Entsendung einer Beobachtermission in die Ukraine beschlossen. Moskau stimmte der bis zu 400 Mann starken Mission nach langem Widerstand zu, weil die Krim ausgeklammert bleibt.

Die EU und USA bestehen darauf, dass die Krim weiter zur Ukraine gehört. Putin und Merkel hätten bei ihrem Gespräch vereinbart, dass die Kontakte auch auf Expertenebene fortgesetzt würden, hiess es in Moskau weiter.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Ich denke Frau Merkel weiss schon, dass sie hier wirklich nichts ausrichen kann. Aber mit der neuen Regierungs-Verbindung hat sie nicht mehr viel zu sagen. Glaube ich!
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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Ich glaube, solange die Vertreter der EU darauf beharren, dass die Krim an die Ukraine zurückgegeben werden soll, ist es schwierig mit Präsident Putin ins Gespräch zu kommen.
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Es würde mich schon sehr interessieren, warum & weshalb die EU & Amerika so sehr darauf drängen, dass die Krim wieder zur Ukraine gehören muss. Über die wahren Hintergründe werden wir wohl nie aufgeklärt. So führt man halt gerne Völkerrechtsverletzung inkl. Verfassungswidrigkeit ins Feld. Denke, dass eine Deeskalation nur möglich wird, wenn der Westen akzeptiert, dass die Krim wieder zu Russland gehört & die Ukraine sich nicht an die EU bindet.
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    2. Antwort von Wolfgang Blum, Basel
      Die Wahrheit ist, dass der Westen mit seinen maroden Systemen vom Osten abhängig ist und in Zukunft noch stärker sein wird. Dem entgegen wirken kann der Westen (USA) indem er Eurasien erweitert und dort mittelfristig selbst Hauptlieferant von Energien wie Gas wird. Aufhalten wird die USA das Wachstum in Russland, China, Indien usw. nicht können. Also sollten wir es uns besser nicht zu sehr mit dem Osten verscherzen.
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  • Kommentar von H.Alfred Boehme, Deutschland
    Ohne Regierungsumbildung in Kiew kein Durchbruch.So denke ich jedenfalls als Außenstehender.Bei so vielen unaufgeklärten Toten wird einfach zur Tagesordnung übergegangen.Ungeheuerlich.Wenn das in der Türkei oder anderswo stattgefunden hätte.Das Vertrauen in die EU dürfte nicht besser geworden sein.
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      H.Alfred Boehme, - Die EU und NATO haben da zum Glück bereits den Schwanz eingezogen, bevor es zu einer Konfrontation kommen konnte. - Was jetzt noch läuft ist lediglich ein verbaler Schlagabtausch gewissermassen als diplomatisches Rückzugsgefecht und vor allem auch um das eigene Gesicht zu wahren. - Wäre alles vermeidbar gewesen, wenn man sich nicht so aggressiv gen Osten ausgedehnt hätte und wesentlich behutsamere Mittel ins Auge gefasst hätte. Aber da auf dem Maidan. "Wer war das wirklich?"
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    2. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Stimme Ihnen zu. Und, "zu viele Köche versalzen den Brei." Die sehr kurze Einigkeit, welche man betreffend G8 (Ausschluss der Russen) aus Brüssel & betreffend Abkommen mit der Ukraine gezeigt hat, ist schon wieder vorbei. Kaum "setzt" ein Mitgliedstaat auf einen Dialog mit Putin, zündelt es schon wieder aus einer anderen Ecke. So wird das nichts.
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