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Entwurf vorgestellt Trumps Steuerreform kommt voran

Legende: Video Experten erwarten Steuer-Minus von 1,5 Billionen Dollar abspielen. Laufzeit 01:09 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.11.2017.
  • Die Republikaner im US-Repräsentantenhaus haben einen ersten Vorschlag für eine Steuerreform vorgelegt, die Konzerne und Bürger entlasten soll.
  • Der Höchststeuersatz für Unternehmen soll von 35 auf 20 Prozent sinken.
  • Ferner solle das System deutlich vereinfacht werden. «Die Steuererklärung wird künftig auf eine Postkarte passen.»

Mit Vorzugs-Steuersätzen von maximal zwölf Prozent sollen US-Firmen bewegt werden, im Ausland gehaltene Guthaben und Vermögensanlagen ins Land zurückzuholen.

Für Haushalte sollen künftig vier Steuerklassen gelten – 12, 25, 36 und 39,5 Prozent. Der Höchstsatz wurde erhalten, um dem Vorwurf zu entgehen, die Reichen zu entlasten.

Mit dem Modell solle eine vierköpfige Familie mit durchschnittlichem Einkommen von knapp 60'000 Dollar pro Jahr mit 1182 Dollar entlastet werden, sagte der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Paul Ryan.

Trump trotz Abstrichen zufrieden

Präsident Donald Trump muss damit schon jetzt einen Teil seiner Wahlversprechen zurücknehmen. Er hatte im Wahlkampf eine Unternehmenssteuer von 15 Prozent propagiert und eine Entlastung für Haushalte von jährlich durchschnittlich 4000 Dollar.

Dennoch begrüsst er den Vorschlag. «Dies ist ein weiterer Schritt auf dem Weg, dem amerikanischen Volk massive Steuererleichterungen zu gewähren», heisst es in einer Stellungnahme des Präsidenten.

Der Entwurf muss neben dem Repräsentantenhaus noch den Senat passieren – dort werden deutliche Änderungen erwartet. Vor allem ist trotz einer bereits eingetretenen Verwässerung im Vergleich zu den Vorschlägen aus dem Weissen Haus ungeklärt, wie der Rückgang der Steuereinnahmen gegenfinanziert werden soll.

Höhere Defizite und Schulden

Präsident Donald Trump hatte angekündigt, er wolle noch vor Weihnachten ein Steuergesetz unterschreiben. Skeptiker halten dies für einen gewagten Zeitplan. Passiert das Gesetz den US-Kongress, wäre das die erste grosse US-Steuerreform seit 1986.

Dem US-Bundeshaushalt dürften die Pläne zudem nicht gut tun. Brady rechnet dadurch mit einem zusätzlichen Defizitbetrag von 1,51 Billionen Dollar für das Budget in den kommenden zehn Jahren. Auch die US-Ratingagentur Moody's geht nicht davon aus, dass die Einnahmeausfälle an anderer Stelle ausgeglichen werden.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    @ walchli : schon vergessen, 300 billion$ steuergelder an die citigroup, um diese zu retten durch george bushes schatzmeister henry paulson, ehemaliger goldmanfellow. es sind nicht die, die so pathologisch viel geld haben, es sind millionen arbeitenden, die den banken geholfen haben. denn das geld fließt entgegen der schwerkraft von denen, die wenig bis nichtgenug haben, zu denen, die alles haben und immer noch nicht genug. wenn das keine pathologie ist?
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  • Kommentar von Benedikt Walchli (Benedikt Walchli)
    USA hat einen der höchsten Steuersätze weltweit und 20% bezahlen 84% der Steuern. Das Steuersystem ist extrem kompliziert und undurchsichtig mit vielen Schlupflöchern die vor allem die Reichen mit ihren Advokaten kennen, und genau das ist eine grosse Unbekannte wenn das System geändert wird, d.h. wie "ehrlich" wird mit dem neuen System bezahlt. Es soll sehr simple sein, was den Steuerzahler wirklich auch dazu motivieren könnte ehrlich zu sein!?Ich sehe einen extremen wirtschaftlichen Aufschwung!
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      @ walchli : wussten sie, dass die us-konzerne bereits so wenig steuern zahlen, wie seit dem WWII nicht mehr. dass us-firmen gewinn etwa weltweit 50% ausmachen, obwohl die us-wirtschaft weltweit etwa 20% ausmacht. dass us-firmen, extra-gewinne nicht in mehrwert, das heisst, investitionen in gebäude, werkzeuge, entwicklung und forschung re-investieren, sondern um anteile zurückzukaufen und extraboni für CEO's und topmanagern auszuzahlen.
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    der plan, eine umverteilung der schamlosesten art 1.000.000.000.000.000.000, oder 1 billion dollar werden dabei von den armen, den arbeitenden, der mittelklasse zu den paar reichen transferiert. schliesslich muss der präsident jetzt sein wahlversprechen gegenüber seinesgleichen einhalten....und genau, seinesgleichen sind nicht das volk.
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      corrigenda trillion....es sind so viele nullen halt.
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    2. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Erinnert an die Reaganomics in den 80er Jahre. Die Konjunktur konnte vorerst gesteigert werden, jedoch wurde ein riesiges Haushaltsdefizit fabriziert, dass erst unter Clinton, nach Steuererhöhungen verkleinert werden konnte.
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    3. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      mit dem unterschied, dass sich finanzielle macht auf ein paar immer weniger werdenden akkumuliert und die für menschen, gesellschaft und umwelt höchst destabilisierende und ungesunde ökonomische ungleichheit rasant zunimmt.
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    4. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      so haben sich in den us-haushalten die vermögenswerte von 2007 bis 2009 von 102,500 auf 67,400 US$ reduziert, während der vermögenszuwachs bei den topreichen sich in diesem zeitraum von 35% auf 37% erhöht haben...
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