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International Erdbeben in Italien: Das war der Liveticker

Mittelitalien ist am Sonntagmorgen erneut von einem starken Erdbeben erschüttert worden. Die Stärke betrug nach Angaben der Erdbebenwarten mindestens 6,5.

Erdbeben in Mittelitalien

  • Mittelitalien ist um 7.40 Uhr erneut von einem starken Erdbeben erschüttert worden.
  • Das Epizentrum lag südöstlich von Perugia.
  • Die Stärke betrug nach Angaben der Erdbebenwarten mindestens 6,5.
  • Todesopfer gab es keine. Nach Angaben des Zivilschutzes gibt es aber mehrere Dutzend Verletzte.

Der Ticker ist abgeschlossen

  • 12:36

    Hiermit beenden wir den Liveticker zum jüngsten Erdbeben in Umbrien. Die weiteren Ereignisse zum Thema finden Sie hier.

  • 12:27

    Kein Aufatmen für Mittelitalien – Professor Domenico Giardini von der ETH Zürich analysiert das jünste Beben in Italien:

    «Das Beben gehört klar zu einer Sequenz. Das heisst, es handelt sich hier nicht um normale Nachbeben, sondern um Beben innerhalb einer Sequenz, wie sie für den Apennin typisch sind. Eine Sequenz kann sich über mehrere Monate hinziehen, die Beben können jeweils grösser oder kleiner werden. Wir haben keine Indizien, wonach die Sequenz zu Ende ist. Es könnte noch zu weiteren Beben kommen.»

  • 11:16

    Einschätzung von SRF-Korrespondent Philipp Zahn: «Die Bewohner in Mittelitalien kommen bei diesem Erdbeben glimpflich davon, weil viele seit dem letzten Beben die Nächte draussen verbracht haben. Die Erdstösse waren sehr heftig, vor allem in Norcia gibt es grosse Schäden, gerade in der Altstadt. Insgesamt hat der Ort die Beben der letzten Tage aber relativ gut überstanden. Nach den grossen Erdbeben 1997 in Umbrien hat man in Norcia viel Geld in die Bausubstanz investiert, und das hat sich bewährt.»

    Philipp Zahn während einer Schaltung aus Italien.
    Legende: SRF-Korrespondent Philipp Zahn in Italien. SRF
  • 11:05

    Der Zivilschutz berichtet bisher neben einigen Dutzend Verletzten von einer schwer verletzten Person. Die Verletzten würden mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht. Mehrere Menschen seien lebend aus den Trümmern geborgen worden.

  • 10:54

    Italien hat aufgrund der geologischen Gegebenheiten immer wieder mit teilweise verheerenden Beben zu kämpfen. Die Infografik zeigt die folgenschwersten der vergangenen Jahrzehnte.

    Folgenschwere Erdbeben in Italien
  • 10:50

    Diese Aufnahmen von heute Morgen zeigen unter anderem die zerstörte Kirche von Amatrice. Das Gebäude wurde beim Erdbeben vor fünf Tagen bereits schwer beschädigt, der Kirchturm überstand damals die Stösse noch weitgehend. Nun ist auch die Turmspitze eingestürzt.

    Beim schweren Erdbeben Ende August kamen von den fast 300 Todesopfern am meisten Menschen in Amatrice ums Leben.

    Legende: Video «Aufnahmen aus Amatrice vom Sonntagmorgen (ohne Ton)» abspielen. Laufzeit 0:38 Minuten.
    Vom 30.10.2016.
  • 10:15

    Das Beben in Italien war laut Medienberichten von Bozen bis Neapel zu spüren. Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi setzte sich mit dem Zivilschutz in Verbindung, der die Nothilfe in der betroffenen Region koordiniert. In Norcia mussten Nonnen von Feuerwehrleuten evakuiert werden.

  • 10:11

    Aleandro Petrucci, Bürgermeister der Ortschaft Arquata, sagte, dass sein ganzes Dorf zerstört sei. «Arquata gibt es nicht mehr», klagte Petrucci.

  • 9:59

    Der italienische Zivilschutz meldet, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben über Todesopfer gemacht werden können. Es gebe aber mehrere Verletzte. Viele Strassen seien blockiert. In der Stadt Tolentino bei Macerata seien drei Menschen lebend aus den Trümmern geborgen worden, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa.

  • 9:52

    Zahlreiche Häuser wurden durch das Beben zerstört.

  • 9:50
    Legende: Video «Aufnahme der Zerstörung eines Hauses (ohne Ton)» abspielen. Laufzeit 0:03 Minuten.
    Vom 30.10.2016.
  • 9:45

    Der Bürgermeister von Castalsantangerlo Nera sagt: «Man sagte mir, dass vieles eingestürzt ist.» Und: «Die Erde hat sich geöffnet, überall ist Staub.»

  • 9:41

    In Norcia sind zwei alte Kirchen eingestürzt. Nur Teile der Basilika San Benedetto aus dem 14. Jahrhundert sowie der Kathedrale Santa Maria Argentea seien stehengeblieben, meldete die Nachrichtenagentur Ansa. Norcia ist eine bekannte mittelalterliche Stadt in Umbrien.

    Zerstörte Kirche in Norcia

  • 9:41

    Das Beben sei deutlich und lange in der Provinz Umbrien und auch in Städten wie Florenz und Ancona – vor allem in oberen Stockwerken – zu spüren gewesen. Auch in der Hauptstadt Rom zitterte die Erde spürbar. In den Studios des Staatsfernsehens RAI kam es zu erheblichen Erschütterungen.

  • 9:40

    Das Epizentrum des Bebens lag südöstlich von Perugia. Es soll sich um 7.40 Uhr ereignet haben. Die Telefonleitungen in dem betroffenen Gebiet sind nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa unterbrochen.

    Das Epizentrum auf einer Karte.
    Legende: Das Epizentrum des Bebens in der Region Umbrien, dargestellt auf einer Karte der US-Erdbebenwarte. earthquake.usgs.gov
  • 9:37

    Mittelialien wurde am Sonntagmorgen erneut von einem schweren Erdbeben erschüttert. Die Stärke betrug nach Angaben der Erdbebenwarten mindestens 6,5. Hier halten wir Sie auf dem Laufenden.

11 Kommentare

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  • Kommentar von Vergari Piergiorgio (Piero Giorgio)
    Herr Jenni, was meinen Sie genau mit "Italien hat Millionen für den Erdbebenbau lieber in sinnlose Projekte oder die eigene Tasche gesteckt" ? Welche Projekte zum bei Spiel? Und welche Milionen genau?Ich habe selber mein Haus in Umbrien mit Subventionen vor 10 Jahren saniert. Jeder einzelne ausgegebenen Rappe muss bewiesen werden und kein einzelner Euro wird vor der Sanierung ausbezahlt. Der Bestand kann nur konsolidiert werden und wird trotzdem nur Erdbeben-Reaktionsfähig.
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  • Kommentar von S. Petrovic (S.Petrovic)
    Bei Neapel befindet sich ein schlafende Supervulkan mit riesige Magmakammer. Hoffentlich die Erdbeben machen nicht der weg frei für diese Magma sonst wären die Folgen Katastrophal , nicht nur für Italien sondern für die ganze Welt.
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    1. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Sie meinen sicher den Ätna auf Sizilien. Die Städte Catania und Messina könnten getroffen werden, aber für den Rest der Welt besteht keine Gefahr. Ganz leicht ist er immer tätig und spuckt Lava aus. Man meint auch, es wäre das Herz Siziliens was da schlägt.
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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Armes Italien ! Und dann müssen noch die vielen Migranten/Flüchtlinge versorgt werden. Wie sollen sie das schaffen?
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    1. Antwort von mario jenny (jenma1)
      echt jetzt? jetzt holen wir diese keule auch noch raus bei einem beben. absolutes fremdschäm!
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    2. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Die Flüchtlingsproblematik wie auch die Erdbeben sind nur von einem gemeinsamen, starken Europa zu bewältigen. Spendenaufrufe sind ein Tropfen auf einen heißen Stein.
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    3. Antwort von Urs Müller (Confoederatio)
      Wenn Sie sonst keine Probleme haben ...
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    4. Antwort von Charles Morgenthaler (ChM)
      Vielleicht könnten wir unserem Nachbarland etwas helfen, indem wir ihnen einige Flüchtlinge abnehmen oder wenigstens keine mehr nach Italien zurückweisen. Doch da hört wohl das Mitleid vieler Schweizer auf, nicht wahr?
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    5. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      ja echt jetzt Herr Jeny. Diese Keule ist angebracht. Da können Sie sich ruhig fremdschämen. Dieses Land ist völlig überfordert. Hier müsste die EU mal wirklichen Einsatz zeigen. Der eigenen Bevölkerung muss jetzt geholfen werden, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.Und die EU muss stärker bei den Flüchtlingsproblem helfen.
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    6. Antwort von mario jenny (jenma1)
      @cw: italien hat jahrzehntelang die millionen für den erdbebenbau lieber in sinnlose projekte oder die eigene tasche gesteckt, die eigene Bevölkerung hat es gewusst, entweder davon profitiert oder aus angst vor der mafia geschwiegen. diese sinnlose schlamperei der letzten jahrzehnte ist die suppe die sie auslöffeln müssen.
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    7. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      da haben Sie vollkommen Recht Herr Jenny. Aber die Schuld tragen unzählige Regierungen. Die Menschen die es jetzt betrifft, können nichts dafür. Und die Flüchtlingsfrage ist enorm belastend für das Land, die EU sichert immer mehr ihre Grenzen und lässt Italien mit dem Problem alleine fertig werden. Das hat mich wütend gemacht.
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