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International Erdogan-Berater tritt auf Demonstranten ein

Ein Bild von Erdogan-Berater Yusuf Yerkel lässt die Wut auf die türkische Regierung weiter wachsen. Darauf ist zu sehen, wie Yerkel einen am Boden liegenden Demonstranten tritt.

Yusuf Yerkel tritt einen am Boden liegenden Mann, der von zwei Sichereheitskräften festgehalten wird.
Legende: Erdogan-Berater Yusuf Yerkel (links) sagt, bei dem Mann habe es sich um einen militanten Linken gehandelt. Reuters

Mit Tritten auf einen am Boden liegenden Demonstranten am Ort des Grubenunglücks von Soma hat ein Berater des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan neue Empörung ausgelöst. Das Foto hat sich schnell über die sozialen Medien ausgebreitet.

Yerkel hatte am Mittwoch Erdogan bei einem Besuch in Soma begleitet. Dabei war es zu Buhrufen und Protesten gegen den Ministerpräsidenten gekommen. Die Regierung ist wegen des schwersten Grubenunglücks in der Geschichte der Türkei mit mehr als 280 Toten unter grossen Druck geraten.

Yerkel fühlte sich angegriffen

Yerkel bestätigte dem türkischen Dienst der BBC, dass er auf dem Bild zu sehen sei. Türkischen Medienberichten zufolge sagte Yerkel, bei dem Mann habe es sich um einen militanten Linken gehandelt, der ihn und Erdogan angegriffen und beleidigt habe.

In der Hauptstadt Ankara und in der Metropole Istanbul hatten am Mittwochabend Tausende Menschen wegen des Grubenunglücks den Rücktritt der Regierung gefordert. Kritiker werfen ihr vor, trotz Sicherheitsbedenken eine schützende Hand über das Kohlebergwerk gehalten zu haben.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von B. Küng, Biel
    An alle hier, die diesen traurigen Bericht zum Anlass nehmen, um wieder mal ihrem Hass gegen die EU freien Lauf zu lassen: es geht hier darum, dass ein enger Mitarbeiter des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan einen wehrlos am Boden liegenden Demonstranten mit Fusstritten traktiert, ein Demonstrant, der notabene gegen die unglaublichen Sicherheitslücken in den türkischen Bergwerken demonstriert.
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  • Kommentar von Pankraz Mai, SG
    Was für ein Berater! Was für ein Ministerpräsident! Wenn Erdogan sich von solchen Leuten beraten lässt, weiss man auch, was man von Ministerpräsident Erdogan zu halten hat. Oder anders gesagt: Wenn Erdogan solche Leute als Berater anstellt, demaskiert er sich selbst.
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  • Kommentar von Werner Christmann, Stein am Rhein
    Und in 5 Jahren sind sie in der EU. Naja, die Ungarn haben ja auch nicht eben eine liberale Regierung. Alles halb so schlimm. Hauptsache die EU hat ihr Tätigkeitsgebiet erweitert und kann fortan auch in der Türkei den Krümmungsgrad der Banane bestimmen.
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