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International Ermittlungen gegen Mursi wegen Beihilfe zum Mord

Ägyptens Ex-Präsident bleibt in Haft. Er soll mitverantwortlich sein für den Tod von Demonstranten im letzten Jahr.

Mursi-Porträt.
Legende: Neue Untersuchungshaft: Gegen Ägyptens Ex-Präsident wird wegen Beteiligung an der Tötung von Demonstranten ermittelt. Keystone

Die Staatsanwaltschaft hat gegen den abgesetzten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi Ermittlungen wegen der Beteiligung an der Tötung von Demonstranten im Dezember 2012 eingeleitet.

Gleichzeitig sei in diesem Verfahren eine Untersuchungshaft von 15 Tagen angeordnet worden, meldete das Staatsfernsehen.

Wie genau Mursis Rolle bei den gewaltsamen Übergriffen auf Demonstranten vor dem Ittihadija-Palast in Kairo ausgesehen haben soll, wurde nicht genannt.

Anklage gegen Anti-Mursi-Demonstranten fallengelassen

Am 5. und 6. Dezember 2012 hatten Demonstranten vor dem Präsidentenpalast gegen eine Verfassungserklärung Mursis protestiert, mit der er die Rechte der Justiz beschnitten und seine eigene Macht ausgeweitet hatte.

Elf Demonstranten wurden damals getötet, etliche wurden von Anhängern der Muslimbruderschaft schwer misshandelt.

Ein Richter des Strafgerichts von Kairo sprach am Montag 19 Demonstranten frei. Sie waren nach den damaligen Protesten angeklagt worden.

Während Mursi weiterhin im Gefängnis sitzt, hat ein Kairoer Gericht das Ende der Haft gegen Ex-Präsident Hosni Mubarak angeordnet. Das Gefängnis konnte der 85-Jährige trotz dieser Entscheidung aber nicht verlassen – warum genau, das lesen Sie hier.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von christian strahm, aarau
    Es war in dieser Nacht auch ein Streit, welche Seite mehr Opfer zu beklagen hat und endete mit 6:2 für die Muslimbrüder zum Ärger der Gegner Mursis. Es ging das Gerücht von Folterkammern der Brüder. Das Video am eisernen, türkisblauen Zaun vermochte aber bloss aufgebrachte Diskussionen zu zeigen mit Leuten, deren Köpfe von Steinen getroffen worden waren. Einige Demonstranten gegen Mursi setzten Molotovcocktails ein. In dieser Nacht wurden zwei Parteibüros von Hurriyä wä Ädälä in Brand gesteckt.
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